Der Humus der Demagogen

Teil 2 der Populismus-Serie.

Zwischen zwei Wahlgängen in Frankreich und nach dem AfD-Rechtsruck von Köln, serviere ich heute nach „Die Rezeptur des Teufels“ den zweiten Teil meiner Populismus-Serie als weiteren Auszug aus der soeben erschienenen Neuauflage von „Höllenritt Wahlkampf“ (dtv 2017).

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Im ersten Teil ging es um die Zutaten des populistischen Gebräus, die da wären: 1-3 x potentielle Sündenböcke, 1 x Mehrheitsgesellschaft in Opferlaune, 1 x Wordingsetzkasten Populismus (mit Elite, Establishment, Oben, Unten.), 2-3 Prisen Anti-Bildung, 1 Hauch Fremdbestimmung.

Das Gebräu wird seit Jahrtausenden angerührt und gebraut – aber es braucht ein gesellschaftliches Klima, um seine destruktive Langzeitwirkung entfalten zu können.

Teil 2: Der Humus der Demagogen.

Der Nährboden für Populismus ist Verunsicherung. Und damit kommen wir zu dem vermeintlichen Rätsel, weshalb Populismus zu Zeiten starken wirtschaftlichen Wachstums in den USA, zu Zeiten friedlicher Stabilität in weiten Teilen Europas oder sogar zu Zeiten ständig steigender Prosperität am Rande der Vollbeschäftigung in Deutschland gedeihen kann. Nach dem Brexit-Votum in Großbritannien und nach der Wahl Donald Trumps in den USA waren die vermeintlichen Gründe rasch gefunden und zwar meist anhand traditioneller sozio-ökonomischen Erklärmuster. Aber Geschichte wiederholt sich nicht so plump. Die geht da schon raffinierter vor.

Begleitet man Wahlkämpfe über Jahrzehnte, erhält man einen umfassenden Einblick in die Veränderungen der Medienlandschaft ebenso, wie in die Befindlichkeiten der Menschen im Alltag – und findet dort auch ein paar Antworten, die über das Übliche hinaus gehen.

Ursache 1: Eskapismus und der Verlust von Kollateralwissen.

Die Schere zwischen informierten, unterinformierten oder gar desinformierten Teilen der Öffentlichkeit öffnet sich immer weiter. Interessanter Weise in einer Zeit, in der Zugang zu Information so einfach ist wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl derer, die sich aus weiten Teilen des Informationszyklus völlig zurückziehen oder aktiv ausklinken. Man sucht nicht nach Wegen, eine scheinbar immer komplexere Welt besser zu verstehen, sondern man pflegt eine mehr oder minder ausgeprägte Form des Eskapismus.

Und Eskapismus wird einem heute wesentlich leichter gemacht als etwa 1980, 1990 oder 2000. Im Vergleich zu „früher“ nimmt ab, was ich „Kollateralwissen“ nenne. Also nicht wirklich nachgefragtes, zum Teil sogar unerwünschtes aber dennoch beiläufig aufgeschnapptes Wissen über Gesellschaft, Kultur und Politik. Wer früher eine Tageszeitung las oder durchblätterte, nahm auch Wissen aus den Bereichen Feuilleton, Landespolitik, Weltpolitik etc. auf, selbst wenn man sich eigentlich nur für den Sportteil, Lokales oder Vermischtes interessierte. Ähnlich verlief auch der Konsum von TV-Sendern oder Radiosendungen. Irgendwann nahm man auch dort eine Nachrichtensendung, ein Politikmagazin oder ähnliches mit.

Ein solches Wissen können wir in wachsenden Teilen der Wählerschaft nicht mehr voraussetzen. Die Menschen entscheiden viel rigider als früher, welche Nachrichten sie an sich heranlassen und ob sie überhaupt Nachrichten an sich heranlassen. Man konfiguriert den Wissensstrom vor oder ganz aus.

Nun ist nicht jede Form des Eskapismus politisch motiviert. Im Gegenteil. Es geht ja eher darum, Nachrichten zu entkommen, die man zum Teil als verstörend, in jedem Fall aber für Überkomplex hält. Weiss man aber immer weniger, wird das Geschehen in der Welt jedoch noch undurchschaubarer und bedrohlicher. In diesem Informationsvakuum haben es Falschmeldungen, Gerüchte oder gar gezielte Desinformationen viel leichter, durchzudringen als in einer besser informierten Bevölkerung. Das Immunsystem der Unterinformierten ist nicht mehr Abwehrbereit gegenüber Legenden, Verschwörungstheorien, kruden Vereinfachungen oder schlichtweg Lügen.

Der Zustand der permanenten Erregung der Medien hilft da wenig weiter. Die Medien- und Werbelandschaft befindet sich in einem dramatischen Umbruch. Das hat natürlich auch Rückwirkungen auf den Berufsstand der Journalisten. In vielen Redaktionen herrscht Existenzangst – mit Auswirkungen auf die Recherchequalität aber natürlich auch auf die eigene Sicht der Dinge. Online müssen Überschriften anders konzipiert werden, um Klickraten und damit auch Einnahmen durch Werbung zu finanzieren. Je lauter und schriller die Headline und die dann folgenden Einlaufzeilen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, aufzufallen. Und Schnelligkeit wird ebenfalls belohnt. Mehr jedenfalls, als Recherche.

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Heute treffen immer mehr unbestätigte Meldungen auf immer mehr Unterinformierte, die diese permanente Reizüberflutung und Katastrophenkakophonie nicht mehr einordnen können. Gleichzeitig verändern sich Lebenswelten und Arbeitswelten in wachsender Geschwindigkeit. Viele Menschen stehen in ihrem Alltag, in ihrem Beruf, in ihrem Umfeld schon mit beiden Beinen in der Zukunft – andere mit einem Bein – andere leben hingegen noch ganz im Deutschland von 1990.

Nicht wenige wollen die Uhr zurückstellen. Das hat natürlich noch nie funktioniert. Wenn sich immer mehr Menschen dem faktisch unmöglichen Wunsch anschließen, die Uhr zurückzustellen, wird die Frustration immer weiter wachsen. Und zwar in dem Maße, in dem die Erkenntnis wächst: Nein, die Uhr lässt sich ja gar nicht zurückdrehen. Und die Welt auch nicht. Beides dreht sich immer weiter und wer einen Keil in den Mechanismus treiben will, wird feststellen: Das alles bindet nur eine große negative Energie, die sich aufstaut und sich eines Tages freisetzt.

In den USA hat bereits über Jahre eine starke Segmentierung der Medienlandschaft stattgefunden. Einige Sender, Foren und Newsportale geben sich nicht einmal mehr die Mühe, so etwas wie Objektivität vorzutäuschen. Wer nur den Republikanern traut, kann sich ununterbrochen aus deren Quellen informieren, ohne auch nur eine andere Meinung an sich heranzulassen. In diese Regionen kann neues Denken und neues Handeln kaum noch vorstoßen.

In Deutschland stehen wir am Anfang einer solchen Entwicklung. „Lügenpresse“ – Vorwürfe, Elitenbashing, komplette Desinformation sowie ein selbsterklärter „Wille des Volkes“ sind feste Bestandteile der Desintegration. Man glaubt nur noch, was man glauben will und liest nur noch, was einen in diesem Glauben bestärkt.

Ursache 2: Stadt, Land, Schluss.
Oder: Die unterschätze Binnenmigration.

In der Ursachenforschung für den Brexit, Trump oder auch den Aufstieg von Populisten in Frankreich und Deutschland finden wir einen weiteren gemeinsamen Nenner: Den immer weiter wachsenden Unterschied zwischen Stadt und Land.

In Zeiten der internationalen Migration ist die Binnenmigration ein völlig unterschätztes Thema in Deutschland. Es geht um den Boom von Metropolen wie Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Köln etc. mit bald unerschwinglichen Mieten und Immobilienpreisen einerseits und andererseits dem totalen Gegenteil: Abwanderung, Überalterung und auch Immobilien- Preisverfall im ländlichen Raum. Mittlerer Weile hat die Landflucht besonders junger Menschen und damit auch junger Familien bereits Mittelzentren mit 50-60.000 Einwohnern erfasst.

Ein Beispiel: Etwa seit 2013 ziehen jährlich rund 40.000 Menschen mehr nach Berlin als von dort wegziehen. Die Folgen für die Boomtown Berlin sind bekannt: steigende Mieten, Gentrifizierungsprobleme, ein ungebrochener Bauboom, massive Investitionen in die Infrastruktur und damit verbunden nicht enden wollende Baustellen quer durch die Metropole.

Weniger bekannt und auch weniger ernst genommen wird die Frage, was eigentlich dort passiert, woher alleine diese Neuberliner kommen. Plus all jene, die es in die anderen Boomstädte Deutschlands zieht. Während Berlin und Hamburg ein Bevölkerungswachstum von 7 -10% erwarten, werden andere Flächenländer in den nächsten Jahren massiv Einwohner verlieren und einzelne Regionen Deutschlands sogar bis zu 25% seiner Bevölkerung bis ins Jahr 2030.

Der Abwärtstrend in der Region oder der Kleinstadt wird mit der Zeit immer sichtbarer. Leere Ladenlokale, zu kleine Schulklassen, mangelnde Kitaangebote, Artpraxen ohne Nachfolgeregelung, schließende Apotheken, sinkende Lebensqualität. Mit einher geht der Preisverfall klassischer Einfamilienhäuser, die häufig auch als Altersvorsorge oder Erbe für die Kinder gedacht waren. In vielen Fällen reicht der Verkaufswert aber gerade einmal für die eigene Unterbringung in Seniorenheimen. Im schlimmsten Fall findet sich überhaupt kein Käufer.

Fakt ist: Der ländliche Raum hat nur eine Zukunft, wenn wieder junge Menschen dort hinziehen. Nur mit Kindern gibt es eine Kita, nur mit Kindern gibt es Schulen, nur mit Schulen gibt es einen Bus. Und nur mit Schulen, Kitas und einem Bus gibt es überhaupt eine Chance, dass weitere Familien dort hinziehen oder die Jungen bleiben und eine Familie gründen.

Das Fatale an der gegenwärtigen Entwicklung ist aber, dass nun ausgerechnet die Landbevölkerung besonders offen für neue Mitbürgerinnen und Mitbürger sein müsste. Und zwar egal, woher diese kommen. Heute ist Weltoffenheit für die Landbevölkerung überlebenswichtig.

Und natürlich ist das Allerdümmste, was man auf dem Land machen kann, AfD zu wählen. Denn man signalisiert allen, die vielleicht kommen wollen: Hier lebt eine vernagelte, verbohrte, hoffnungslose, fremdenfeindliche Bevölkerung. Damit vernichtet man nicht nur endgültig die Chance auf einen Zuzug, nein – die letzten mit einem Funken Grips im Hirn hauen auch noch ab. Das darf man so ruhig auch sagen: Wer auf dem Land AfD wählt, stirbt einen einsamen Tod.

Den Wettbewerb um junge Menschen werden nur die Regionen bestehen, die Zukunft zulassen. Galt es früher, das Dorf mit den schönsten Vorgärten zu sein, so schadet das heute auch nicht. Aber man sollte heute auch das Dorf mit der schnellsten Internetverbindung sein, damit etwa eine Architektin arbeiten und an internationalen Wettbewerben teilnehmen kann. Damit junge Menschen im Ort bleiben und eine Familie gründen können. Es sollte auch ein Ort sein, der Fremde willkommen heißt, denn nur diese werden ihn am Leben erhalten. Und nur mit mehr Menschen, egal woher sie kommen, wird es sich lohnen eine Arztpraxis, eine Apotheke, eine Kneipe und einen Sportverein am Leben zu halten. Und vielleicht sogar eines Tages von dort aus eine Geschäftsidee zu entwickeln, die um die Welt fliegt.

Kleinstädte, Regionen und Dörfer brauchen jetzt Leute die Anpacken, den alten Muff vertreiben, Ideen zulassen und die Arme weit öffnen für Neuankömmlinge.

Ursache 3: Die Digitalisierung, guten Morgen!

Zu behaupten, dass die Digitalisierung Ursache der größten gesellschaftlichen Umbrüche seit der Industrialisierung sei, ist vermutlich eine Untertreibung. Sie hat bereits unsere Arbeitswelt stärker und vor allem schneller verändert als die Dampfmaschine. Aber nicht nur diese. Auch unser Privatleben hat sich verändert. Aus unzähligen analytischen Gesprächen mit den Wählerinnen und Wählern wissen wir, dass viele die Erleichterungen, die durch die Digitalisierung in unsere Leben kam, sehr zu schätzen wissen. Gleichzeitig spüren sie aber auch den Druck einer vermeintlichen oder tatsächlichen ständigen Verfügbarkeit.

Niemand zwingt uns, alle drei Minuten das Smartphone zu checken, aber wir tun es. Viele von uns setzen sich unter selbst gemachten Stress – andere werden unter Stress gesetzt. Und das ist nur der private Teil des Lebens.

Im Berufsleben spüren wir die Veränderung ebenso permanent – vor allem aber sorgt das Thema „Arbeiten 4.0“ für Unsicherheit. Es geht nicht um eine kurzfristige Sorge um den Arbeitsplatz. Es geht darum, ob es diese Form der Arbeit in zehn oder zwanzig Jahren überhaupt noch gibt. Hinzu kommen wankende Giganten wie die Deutsche Bank, einst mächtige Energiekonzerne oder das Herzstück der deutschen Industrie: der Automobilbau. Veränderte Anforderungen und Arbeitswelten werden neuerliche Debatten um Arbeitszeitmodelle oder Grundsicherungen notwendig machen.

Nun kann man sich diesen Veränderungen in einer Weltuntergangsstimmung widmen, konstruktiv oder gar nicht. Gar nicht scheint zur Zeit der Common Sense zu sein.

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Von wenigen Ausnahmen abgesehen, widmen sich Medien, Verbände, Organisationen und auch die meisten Politiker am liebsten weiter ihren üblichen Ritualen. Es geht um kurzfristige Siege und Niederlagen, Personalien und die redundanten Dauerbrenner wie Rente, Agenda 2010 oder Migration. Als ob das die wichtigsten Themen der Zeit wären. Vor allem, wenn man bedenkt, dass zum Beispiel die Agenda 2010 ein Zukunftsprogramm aus dem Jahre 2002 ist und damit nicht nur sieben Jahre überfällig sondern auch noch 15 Jahre alt.

Wenn man den Wandel positiv gestalten will, muss man an vielen Stellen neu denken und dieses neue Denken auch zulassen. Auch in der Politik sollte ein Ideenwettbewerb stattfinden in dem Gedanken wie neue Arbeitszeitregeln, Grundeinkommen oder Sharing-Konzepte nicht gleich ritualisiert vom Tisch gefegt werden. Leider steht dem aber auch wieder eine Medienlandschaft im Wege, in der nicht ein Gedanke mal ein paar Tage oder gar Wochen verfolgt werden kann, ohne skandalisiert zu werden.

Dennoch muss dringend die Erkenntnis wachsen, dass wir in eine doppelte Falle laufen. In Deutschland trifft die Digitalisierung auf eine alternde und damit häufig auch innovationsfeindliche Bevölkerung. Gerade eine alternde Gesellschaft muss darauf aufpassen, Neues nicht gleich im Keim zu ersticken. Das Wort Altersstarrsinn hat ja eine Geschichte und eine Berechtigung. Eine solche Gesellschaft braucht eine Führung, die diese Probleme offen anspricht und das Volk nicht den Angstmachern überlässt.

Ursache 4: Zu viel Zeit für nichts.

Wir diskutieren in unserem Land die Veränderungen einer alternden Gesellschaft ausschließlich unter der Versorgungssicht. Es geht um Rente, Pflege, Armut, Tod. Die meisten von uns werden allerdings nicht zwingend dement, gebrechlich, hilflos und pflegebedürftig sondern vor allem einfach nur alt.

Zu wenig Aufmerksamkeit wird einem bedeutend wichtigeren Faktor für die Stimmung und Lebensqualität der älteren Menschen in unserem Land geschenkt: Dem Gefühl, noch für irgend etwas nütze zu sein, gebraucht zu werden oder einfach nur Spaß haben zu können und nicht zu vereinsamen. Das größte Problem der Rentner ist nicht das Geld, sondern die Langeweile. Früher ging man mit 65 in Rente, hat fünf Jahre das gemacht, was man immer mal machen wollte und ist dann gestorben. Mit 70, 72, bei etwas Glück mit 75. Heute geht man mit 63 in Rente und hat eine Lebenserwartung von 83 oder 85 oder 90 Jahren.

Man kommt aus einem Beruf, der einen viele Jahrzehnte lang zu 100% gefordert hat, wird auf Nulldiät gesetzt und hat noch zwanzig Jahre vor sich. Viele kommen mit der Situation auch klar, die meisten davon mit guten Bezügen und ordentlich abgesichert. Andere aber kommen trotz finanzieller Absicherung mit dem langen Leerlauf nicht zurecht. Widmen wir uns ausgiebig diesem Thema? Nicht wenige Ältere wollen tatsächlich ein paar Stunden arbeiten, ehrenamtlich oder auch gegen eine finanzielle Anerkennung. Das wird zunehmen. Und die alternde Gesellschaft wirft weitere Fragen auf: Wie gestalten wir unsere Städte und unser Zusammenleben? Wird die Nachbarschaft zur neuen Familie, wenn die Kinder, wie so häufig schon der Fall, nicht mehr vor Ort sein können? Kann man das staatlich unterstützen und organisieren? Brauchen wir sehr viel mehr moderne Wohnkonzepte?

In jedem Fall müssen wir uns dringend der Frage eines erfüllenden und langen Lebens im Alter stellen. Sonst bekommen besonders die alten Männer schlechte Laune und wählen peinlichen Unfug. Mit einer Eisenbahn im Keller ist das Problem nicht mehr zu lösen.

Dies sind vier der wichtigsten Ursachen der Verunsicherung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind länderübergreifende Ursachen und damit Erklärmuster für aufkommenden Populismus in den unterschiedlichsten Nationen.

In Deutschland sind wir (noch) besser aufgestellt als andere Länder, betrachtet man die Meinungsvielfalt, eine freie Presse und den respektvollen Umgang der Regierenden mit der Gewaltenteilung. Auch fällt es bei uns noch schwerer, sich medial völlig einseitig zu „ernähren“, wie das etwa in den USA der Fall ist, wo man sich von Radiosendern über TV bis zu Newsportalen problemlos nur von der eigenen Meinung berieseln lassen kann. In den USA geschieht das immerhin noch freiwillig. In Russland, Ungarn, Polen oder der Türkei übernimmt die Regierung die massive Beeinflussung der Öffentlichkeit gleich selbst. Aber das ist vielleicht auch ein Grund für die Deutschen, noch achtsamer zu sein und die zarte Pflanze der Demokratie noch engagierter zu verteidigen. Auch und besonders im Wahlkampf.

Teil 1: Die Rezeptur des Teufels
Teil 2: Der Humus der Demagogen
Teil 3: Wahlkampf in Zeiten des Populismus.
Teil 3 demnächst hier oder sofort im Buchhandel:

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