{"id":2688,"date":"2021-08-27T11:45:18","date_gmt":"2021-08-27T09:45:18","guid":{"rendered":"http:\/\/frank-stauss.de\/?p=2688"},"modified":"2021-08-27T11:45:18","modified_gmt":"2021-08-27T09:45:18","slug":"wird-2021-zum-groessten-wahldesaster-in-der-geschichte-der-union","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frank-stauss.de\/index.php\/wird-2021-zum-groessten-wahldesaster-in-der-geschichte-der-union\/","title":{"rendered":"Wird 2021 zum gr\u00f6\u00dften Wahldesaster in der Geschichte der Union?"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Bundestag, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern: Der 26. September kann f\u00fcr die SPD zum Superwahltag werden. Und f\u00fcr die Union zum Desaster. Die j\u00fcngsten Zahlen: Manuela Schwesig und die SPD in Mecklenburg-Vorpommern: +9. Franziska Giffey und die SPD Berlin: +6. Und Scholz ist in allen Umfragen in der Direktwahl jetzt st\u00e4rker als Laschet und Baerbock zusammen. Vor allem aber stimmt diesmal eines: DIE MACHTOPTION.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Am 11. November 2020 wagten wir in unserem Blogbeitrag \u201eDas Mega-Giga-Supersexy-Superwahljahr\u201c folgenden Ausblick:<\/p>\n<p><em>\u201e<\/em><em>Stand heute ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Menschen im Herbst 2021, wenn sie die Wahl zwischen Friedrich Merz oder Armin Laschet und Robert Habeck haben, Olaf Scholz w\u00e4hlen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eDa die SPD zwar heute keine besonderen Umfragewerte verzeichnet, m\u00fcsste der OH-MEIN-GOTT-ICH-KANN-DIE-MERKEL-JA-GAR-NICHT-MEHR-W\u00c4HLEN-Effekt mit gut 6 bis 7 Prozentpunkten auf Scholz und die SPD einzahlen, um bei 23 bis 24\u00a0% zu landen. Das w\u00e4ren mehr als Schulz 2017, aber auch weniger als Steinbr\u00fcck 2013 und erscheint damit machbar.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Union und Gr\u00fcnen: \u201eBei der CDU gibt es bis Januar und danach nur Unruhe, Unsicherheit und m\u00f6glicherweise auch noch weitere Verwerfungen, die bereits Merkel in den Verzicht und Kramp-Karrenbauer ins Aus getrieben haben. \u2026 Ohne Merkel und den falschen Kandidaten muss da bei 27\u00a0% nach unten noch nicht die Grenze liegen\u2026<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eDie Gr\u00fcnen werden den Stresstest bestehen m\u00fcssen, den sie noch nie bestanden haben\u00a0\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<p>Soweit der Ausblick vom Dezember 2020. Bei den Gr\u00fcnen ist jetzt Frau Baerbock angetreten, was die Sache f\u00fcr die Partei allerdings nicht besser macht. Aber nat\u00fcrlich stehen sie nach wie vor im Vergleich zu 2017 hervorragend da.<\/p>\n<p><strong>Die Machtoption:<\/strong><\/p>\n<p>Machtoptionen sind wichtig. Die fehlenden Machtoptionen haben die SPD seit 2009 jedesmal die Mobilisierung gekostet.<\/p>\n<p>Nicht allen wird jede Konstellation gefallen, aber wichtig ist zun\u00e4chst einmal: Bleibt die SPD weiter in Schlagweite zur Union auf Bundesebene \u2013 oder \u00fcberholt sie sogar &#8211; kann Scholz in vielen Varianten Bundeskanzler werden. Nat\u00fcrlich mit der Ampel (SPD, Gr\u00fcne, FDP), aber wenn die SPD auf 1 landet auch in folgenden Varianten: SPD, Union, Gr\u00fcne. Oder SPD, Union, FDP oder &#8211; sollte es reichen &#8211; \u00a0SPD\/Union und eventuell auch noch SPD, Gr\u00fcne, Linke. Um eine Mehrheit f\u00fcr Rot\/Gr\u00fcn zu sehen (FGW: 42%), muss man schon sehr optimistisch sein. Daf\u00fcr m\u00fcsste die Linke rausfallen (m\u00f6glich) und noch gut 5% bei R\/G einzahlen (schwierig). V\u00f6llig raus ist allerdings Schwarz\/Gelb (FGW: 32%).<\/p>\n<p>Machtoptionen sind auch entscheidend f\u00fcr viele unentschlossene W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler. Denn die SPD kann jetzt noch mehr mit ihrem Kanzlerkandidaten wuchern. Und klar signalisieren: Alle, die Laschet nicht wollen, m\u00fcssen jetzt Scholz w\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>Die Entwicklung in den L\u00e4ndern:<\/strong><\/p>\n<p>Ein Blick auf die aktuellen Umfragen zu den zeitgleich stattfindenen Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern (MV) und Berlin (ist kurz genug) verdeutlicht die Stressposition der Union:<\/p>\n<p><strong>Zu MV:<\/strong> Am 26.8.2021 zeigt Infratest-Dimap f\u00fcr den NDR folgende Entwicklung (im Vergleich zum Vormonat):<\/p>\n<p>SPD: \u00a0\u00a0 36% \u00a0\u00a0\u00a0 +9<br \/>\nCDU: \u00a0\u00a0 15%\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 -8<br \/>\nGr\u00fcne: 6%\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 -1<br \/>\nManuela Schwesig liegt bei der Direktwahl bei 65%.<\/p>\n<p>Und diese Erhebung enth\u00e4lt auch noch einen Hinweis zur Bundestagswahl:<br \/>\nF\u00fcr die Bundestagswahl liegt Olaf Scholz bei der Direktwahl in MV bei 49%, Armin Laschet kommt auf 12%. Wichtig f\u00fcr die SPD: Olaf Scholz kann offenbar im Osten punkten.<\/p>\n<p><strong>Zu Berlin.<\/strong> In Berlin ver\u00f6ffentlichte Infratest-Dimap am 25.8. folgende Zahlen (im Vergleich zu Mitte Juni):<\/p>\n<p>SPD: 23%\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 + 6<br \/>\nCDU: 19%\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &#8211; 3<br \/>\nGr\u00fcne: 17%\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &#8211; 5<\/p>\n<p>Franziska Giffeys Strategie, die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler dar\u00fcber entscheiden zu lassen, ob die Plagiatsvorw\u00fcrfe f\u00fcr diese relevant sind, geht auf. Sie ist als Bundesministerin zur\u00fcckgetreten und stellt sich nun f\u00fcr die Position der Regierenden B\u00fcrgermeisterin neu zur Wahl. Und die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler sagen: Ist uns wurscht, wir wollen Dich.<\/p>\n<p><strong>Der 26. September 2021 k\u00f6nnte also so ausgehen:<\/strong><\/p>\n<p>Bundeskanzler: Olaf Scholz, SPD<br \/>\nMP MV : Manuela Schwesig mit einem Spitzenwert, SPD<br \/>\nRegierende B\u00fcrgermeisterin Berlin: Franziska Giffey, SPD<\/p>\n<p>Nebeneffekt: Mit Manuela Schwesig, Franziska Giffey und Malu Dreyer h\u00e4tte die SPD drei starke L\u00e4nderchefinnen. Auch das ist ein starkes Signal. Die Union hat keine.<\/p>\n<p>Ist das alles m\u00f6glich. Ja.<\/p>\n<p>Denn die SPD hat Momentum im Bund, in den L\u00e4ndern und auch bei den Direktwahlwerten ihrer Kandidatinnen.<\/p>\n<p>Die permanente Krisensituation (Corona, Flut, Afghanistan) macht die Kanzlerfrage f\u00fcr die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler noch bedeutender. Wer kann Krise? Es wird deutlich: Laschet und Baerbock k\u00f6nnen es aus Sicht der W\u00e4hlerInnen nicht.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich: RRG taugt als Schreckensmodell nicht mehr, denn die SPD hat pl\u00f6tzlich bis zu 5 \u2013 in Worten F\u00dcNF Machtoptionen.<\/p>\n<p>Sollte es so kommen, wird die Union sich zwischen Oktober 2021 und dem Fr\u00fchjahr 2022 erneut eine innerparteiliche Schlammschlacht liefern \u2013 und dann lauern da schon die Landtagswahlen im Saarland, Schleswig-Holstein und NRW.<\/p>\n<p>Das also ist die Ausgangslage f\u00fcr die Trielle.<\/p>\n<p>Scholz hat jetzt schon mehr erreicht als die meisten erwarteten.<br \/>\nLaschet k\u00e4mpft gegen den Vergleich zu S\u00f6der, Merkel, Merz und \u2013 ach ja \u2013 Scholz. Baerbock muss konsolidieren.<\/p>\n<p>Dabei ist nicht zu untersch\u00e4tzen: Das Superwahljahr 2021 begann f\u00fcr die CDU mit den jeweils historisch schlechtesten Wahlergebnissen in ihren einstigen Stamml\u00e4ndern Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p>Wohl bekomms!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundestag, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern: Der 26. September kann f\u00fcr die SPD zum Superwahltag werden. Und f\u00fcr die Union zum Desaster. Die j\u00fcngsten Zahlen: Manuela Schwesig und die SPD in Mecklenburg-Vorpommern: +9. Franziska Giffey und die SPD Berlin: +6. Und Scholz ist in allen Umfragen in der Direktwahl jetzt st\u00e4rker als Laschet und Baerbock zusammen. 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