{"id":1984,"date":"2017-09-24T13:51:09","date_gmt":"2017-09-24T11:51:09","guid":{"rendered":"http:\/\/frank-stauss.de\/?p=1984"},"modified":"2017-09-24T13:51:09","modified_gmt":"2017-09-24T11:51:09","slug":"guten-morgen-heute-ist-wahltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frank-stauss.de\/index.php\/guten-morgen-heute-ist-wahltag\/","title":{"rendered":"Guten Morgen, heute ist Wahltag."},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Wer gerne einmal einen spannenden Wahltag erleben m\u00f6chte, dem schenke ich heute einen Text aus meinem Buch &#8222;H\u00f6llenritt Wahlkampf&#8220;. Viele Spa\u00df, Freude, Nostalgie, Melancholie&#8230;<\/strong><\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/H%C3%B6llenritt-Wahlkampf-Insider-Bericht-Erweiterte-Neuausgabe\/dp\/3423349182\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1506253493&amp;sr=8-1&amp;keywords=frank+stauss\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-1729\" src=\"http:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-300x147.jpg\" alt=\"teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017\" width=\"300\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-300x147.jpg 300w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-150x74.jpg 150w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-768x377.jpg 768w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Sonntag, 18. September 2005, Berlin. Wahltag<\/strong><\/p>\n<p>Guten Morgen, heute ist Wahltag.<\/p>\n<p>Der H\u00f6llentag. Ein Tag, an dem man in allem ein Zeichen sieht. Regnet es? Dann bleiben die eigenen Leute bestimmt zu Hause. Scheint die Sonne? Dann gehen die eigenen Leute bestimmt ins Freibad oder an den See und kommen erst gegen 18:09 nach Hause, wo Vati dann die Wahlkarte auf dem Sideboard findet und sagt: \u201eMensch, Schatz, haben wir vergessen w\u00e4hlen zu gehen &#8230; Na ja egal, auf uns wird es nicht ankommen.\u201c<\/p>\n<p>DOCH, DU IDIOT.<\/p>\n<p>Ich telefoniere ein bisschen rum. Ein Freund erz\u00e4hlt mir, dass seine Oma gestern gestorben sei. Ich kann mir gerade noch verkneifen zu fragen, was sie \u00fcblicherweise gew\u00e4hlt hat &#8230; Der Wahnsinn regiert mich.<\/p>\n<p>Ab etwa 16:00 kann man mit ersten Infos aus den Instituten rechnen. Aber es ist erst 11 Uhr.<\/p>\n<p>Das Gef\u00fchl, das mich plagt, kenne ich aus der Schulzeit nach einer Mathearbeit. Ich wei\u00df, dass ich versagt habe, bete irrational f\u00fcr eine vier, erwarte eine f\u00fcnf und bekomme eine sechs. Es geht immer noch schlechter. Dieses Gef\u00fchl, das einen das Atmen vergessen l\u00e4sst vor dem drohenden Unheil. Der Moment, in dem man einer Frau, die man l\u00e4nger nicht gesehen hat zur Schwangerschaft gratuliert und man in ihren Augen ablesen kann, dass sie gar nicht schwanger ist &#8230; dieser Moment, noch bevor sie antwortet \u2013 das ist das Gef\u00fchl des Wahltages \u2013 aber den ganzen verdammten Tag lang. Und ich stehe nicht mal zur Wahl. Ich gehe joggen. Was machen die Leute hier? Waren sie schon w\u00e4hlen, gehen sie noch w\u00e4hlen, haben sie Briefwahl gemacht \u2013 wen haben sie gew\u00e4hlt oder wollen sie w\u00e4hlen?<\/p>\n<p>13:00 stehe ich vor dem Hotel Stuttgarter Hof und putze mein Fahrrad. Irgendwas, um mir die Zeit zu vertreiben. Eine schwarze Limousine f\u00e4hrt vorbei \u2013 im Fond sitzt Kajo Wasserh\u00f6vel und telefoniert hoch konzentriert. Irgendwas lese ich in seinem Gesicht und es ist keine Resignation. Wenn es keine Resignation ist, bedeutet es: \u00fcber 30 Prozent. Aber ich kann mich t\u00e4uschen \u2013 er sieht mich nicht.<\/p>\n<p>14:30 Tegel. Daniel kommt mit der Maschine aus Frankfurt. Kurz zuvor landet der D\u00fcsseldorf-Flieger mit Oliver Schumacher, dem ehemaligen Staatsminister von Peer Steinbr\u00fcck. Das ist erst vier Monate her. Eine Ewigkeit. Ich packe ihn mit ins Auto. Mit Daniels Flieger kommt auch Roland Koch, Ministerpr\u00e4sident von Hessen. Er sieht ziemlich ernst aus. Aber in seinem Fall kann das alles bedeuten. Er w\u00fcrde es hassen, wenn die CDU verliert, aber auch, wenn Merkel gewinnt.<\/p>\n<p>Auf dem Weg von Tegel Richtung WBH bekommen Oliver und ich st\u00e4ndig Sms-en. Wir denken jedes Mal, es sei ein erster Trend. Pustekuchen. Es ist jedes Mal jemand, der den ersten Trend von uns haben will.<\/p>\n<p>15:30. Jetzt kommt wirklich was: CDU\/CSU unter 40. Unter 40? Niemand hatte die Union unter 40 Prozent Niemand. Forsa, Emnid, Allensbach, Infratest, FGW: Der Korridor ging von 41:43 Prozent.<\/p>\n<p>Kein einziges Institut hatte die Union unter 40.<\/p>\n<p>Die Begr\u00fcndung f\u00fcr das Ger\u00fccht: Zur Mittagszeit lag die CSU in Bayern unter 55 Prozent. Und das bedeutet, wenn die traditionell nach dem Kirchgang w\u00e4hlenden gl\u00e4ubigen Katholiken nur f\u00fcr 55 Prozent gut sind, dann landet die CSU bei Schlie\u00dfung der Wahllokale unter 50. Denn die Sozen gehen erst sp\u00e4ter w\u00e4hlen und die M\u00fcslis nach dem zweiter Brunch am sp\u00e4ten Nachmittag. Landet die CSU aber unter 40, kommt die Union insgesamt im Bund nicht \u00fcber 40.<\/p>\n<p>Also CDU\/CSU unter 40. Aber wo sind wir? Und reicht es noch f\u00fcr Schwarz\/Gelb?<\/p>\n<p>15:40 Am Hotel angekommen werfen wir Daniels Koffer in die Lobby und rufen zwei dort sitzenden Kollegen zu: Union unter 40! Und konsternieren damit eine \u00e4ltere Reisegruppe aus dem Schwabenland, die a) nicht wissen, wor\u00fcber wir sprechen, oder b) es wissen, aber nicht wissen, woher wir das jetzt schon wissen wollen, oder c) es nicht glauben wollen, weil \u201eUnion unter 40\u201c in Baden-W\u00fcrttemberg nicht zum Wortschatz geh\u00f6rt. Bei dieser Gelegenheit frage ich mich wie schon seit Wochen, warum Schwaben, die in Berlin Urlaub machen, ausgerechnet im \u201eStuttgarter Hof\u201c absteigen. Geht es nicht mal zwei bis drei Tage ohne? Egal. Werde ich heute nicht mehr beantwortet bekommen.<\/p>\n<p>Jetzt schnell ins WBH.<\/p>\n<p>16:00 Aufgekratzte Stimmung in der Kampa. \u00dcberall piepsen Handys, st\u00e4ndig fragen Journalistenfreunde an, ob man schon was wei\u00df. Es schwirren ungewichtete Daten durch die Luft, die keinen weiterbringen.<\/p>\n<p>16:25 m\u00f6glicher Weise keine Mehrheit f\u00fcr Schwarz\/Gelb.<\/p>\n<p>16:30. Wir \u00fcber 30, CDU\/CSU um die 38, FDP um die 9, Gr\u00fcne 8, Linke 8. Das w\u00fcrde f\u00fcr Schwarz\/Gelb noch reichen, wenn wir nicht \u00fcber 32 kommen.<\/p>\n<p>16:35: 38\/32\/10\/8\/8. Das w\u00e4ren 48:46 f\u00fcr Schwarz\/Gelb.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfartiger Erfolg, aber wenn es so eng ist, wollen wir alle mehr.<\/p>\n<p>16:50. Die 18 Uhr Prognosen trudeln ein. Sehr unterschiedlich \u2013 aber eines ist klar: CDU\/CSU und die Umfrageinstitute erleben eine Katastrophe und wir erleben die Wiederauferstehung.<\/p>\n<p>ZDF: 37\/33\/10,5\/8\/8; ARD: 35,5\/34\/10,5\/8,5\/7,5<\/p>\n<p>Bei der ARD trennen uns nur 1,5 Prozent von CDU\/CSU.<\/p>\n<p>Das ist eine Sensation. In der Kampa herrscht fiebrige Fassungslosigkeit. Unten bei Willy im Foyer und vor dem Haus trudeln die G\u00e4ste ein. Alle fassungslos. Wie ist das m\u00f6glich \u2013 und was bedeutet das? Wer regiert dann eigentlich?<\/p>\n<p>Wir sitzen in unseren verglasten Gro\u00dfraumb\u00fcros. Das WBH ist voll verkabelt. Kamerateams und kleine Sendestudios innen, \u00dcbertragungswagen an \u00dcbertragungswagen au\u00dfen. \u00dcberall wuselige Gesch\u00e4ftigkeit. Die Journalisten kennen die Zahlen ebenso wie wir. Eine Sensation liegt in der Luft. Sie waren hierhergekommen, um betroffene Gesichter in der SPD-Zentrale aufzunehmen \u2013 aber diesmal nicht. Diesmal nicht.<\/p>\n<p>17:30. Die Sender gehen nach und nach auf Wahlsendung. Zwischen den Zeilen kann man Andeutungen heraush\u00f6ren, dass es heute nicht so ausgehen wird, wie die meisten Zuschauer es erwarten mussten.<\/p>\n<p>17:40 \u00dcberall in der Kampa umarmen sich die Kampagneros. Wir haben eine gro\u00dfe Schlacht geschlagen \u2013 und wir sind wahnsinnig erleichtert. Auf jedem von uns lastete ein wenig das Schicksal der gro\u00dfen, geschichtstr\u00e4chtigen SPD. Und wenn wir es so empfanden, was mussten erst Schr\u00f6der und M\u00fcntefering empfunden haben, als sie am 22. Mai die Verantwortung der Neuwahlen auf sich nahmen. Und jetzt hat Schr\u00f6der fast noch Recht bekommen. W\u00e4re Oskar mit seiner Truppe nicht quergeritten, w\u00fcrde es sogar f\u00fcr ihn reichen. Aber egal \u2013 Oskars B\u00e4ume wachsen heute auch nicht in den Himmel.<\/p>\n<p>Diese unglaubliche Erleichterung. Und diese Wut. Die Wut auf viele Journalisten, die uns schon Monate vor der Wahl abgeschrieben hatten und nicht einmal mehr den demokratischen Prozess einer Wahl abwarten wollten. Die Wut auf die Forschungsinstitute, die sogar die richtige Stimmung messen konnten, aber ihren eigenen Zahlen nicht geglaubt haben. Die Wut \u00fcber die Dem\u00fctigungen der letzten Jahre.<\/p>\n<p>Und der Stolz dar\u00fcber, dass Springer, Bild aber diesmal auch Stern und Spiegel am Ende doch keine Wahl entscheiden, sondern die W\u00e4hler.<\/p>\n<p>Denn nach deren Trommelfeuer h\u00e4tte die Union die absolute Mehrheit bekommen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir sind stolz. Wahnsinnig stolz auf Schr\u00f6der, das ultimative Frontschwein. Was hat der Mann ausgehalten, wie hat er gek\u00e4mpft. Gestern noch 20.000 in Frankfurt und ein 8-9 Prozent-Vorsprung f\u00fcr Merkel. Und heute fast Gleichstand. Was f\u00fcr ein Wahlk\u00e4mpfer.<\/p>\n<p>17:59 Jetzt stehen wir alle unten im WBH. Sch\u00f6neborn in der ARD sagt noch was von \u201e\u00dcberraschung\u201c, der Rest geht unter in einem Urschrei, den man in ganz Deutschland h\u00f6ren muss. Das Willy-Brandt-Haus bebt. An diesem Ort, an dem heute niemand eine Party erwartet hatte, steigt die geilste Wahlparty der Republik. Wir schreien uns die Seele aus dem Leib. Und schreien und schreien und schreien.<\/p>\n<p>18:05 Die Spekulationen beginnen. Wer mit wem? Und kann sich Merkel bei so einem Ergebnis \u00fcberhaupt halten? Wird sie von ihrer eigenen Partei fallen gelassen? Ein 23-Prozent-Vorsprung ist in drei Monaten auf jetzt 2-3 Prozent geschmolzen.<\/p>\n<p>18:11 ZDF Erste Hochrechnung. CDU\/CSU weiter runter auf 36,6, wir auf 33,2, bei der ARD sieht es noch besser f\u00fcr uns aus.<\/p>\n<p>18:34 Die Institute gleichen sich weiter an. ZDF korrigiert die Union weiter nach unten auf 35,9.<\/p>\n<p>18:40. Union jetzt bei 35,2, wir bei 34.<\/p>\n<p>19:23: Union 35,2 wir 34,1<\/p>\n<p>19:27: Schr\u00f6der kommt. Der Saal kocht. Und \u00fcberschl\u00e4gt sich, als er von einem \u201eklaren Regierungsauftrag\u201c spricht. Den sieht man nicht auf den ersten Blick und auch nicht auf den zweiten &#8230; aber egal jetzt. \u201eIch bin stolz auf die Menschen in diesem Land\u201c ist ein weiterer Jubelsatz. Wir sind schon heiser und zunehmend besoffen. Es ist unertr\u00e4glich hei\u00df unter den Kamerascheinwerfern und die Menschen dr\u00e4ngen sich dicht an dicht in das schon viel zu volle Willy-Brandt-Haus und immer mehr kommen hier her \u2013 an diesen Ort, der heute der Ort ist, where it all happens &#8230;<\/p>\n<p>19:45 Die ersten Ger\u00fcchte \u00fcber \u00dcberhangmandate machen die Runde. Kann es sein, dass die SPD sogar mehr Mandate holt als CDU\/CSU? Damit w\u00e4re sie st\u00e4rkste Partei. Andere Ger\u00fcchte: F\u00e4llt Westerwelle um? Gibt es eine Ampel? Kann er damit leben, zum zweiten Mal nach 2002 wieder nicht Au\u00dfenminister zu werden? Oder springt er lieber?<\/p>\n<p>19:59: RTL: 34,8 : 34,2. 0,6 Prozent. Fuck. Noch 0,6 Prozent. Nullkommasechs.<\/p>\n<p>20:00 Tagesschau. Wir sehen Bilder von jubelnden Massen im WBH \u2013 also von uns. Und von betroffenen Gesichtern bei CDU\/CSU.<\/p>\n<p>20:13. ZDF: 35,2 : 34,1. Die waren mal mit 37:33 gestartet &#8230;<\/p>\n<p>20:15 ARD\/ZDF Elefantenrunde. Das Willy-Brandt-Haus bebt immer noch. \u00dcberall laufen die Bilder \u00fcber die Monitore, aber man versteht sein eigenes Wort nicht. Merkel sieht angegriffen aus, Stoiber kann wahrscheinlich damit leben, dass Merkel schlechter abschneidet als er (38,5 Prozent) &#8211; und das bei deutlich schlechterer Ausgangslage. Man munkelt von einem Putsch in der Union. Schr\u00f6der wirkt aufgeputscht und liefert eine Breitseite zuallererst gegen die Moderatoren. Hier im WBH wird jeder Satz von ihm begeistert aufgenommen. Wir sind eh siegestrunken. Irgendwann sagt er: \u201eGlauben Sie im Ernst, dass meine Partei auf ein Gespr\u00e4chsangebot von Frau Merkel eingeht, in dem sie sagt, sie m\u00f6chte Kanzlerin werden? Also ich meine, wir m\u00fcssen die Kirche doch mal im Dorf lassen.\u201c<\/p>\n<p>So schaukelt es noch ein bisschen weiter rauf. Der Rest geht im Gegr\u00f6le unter.<\/p>\n<p>20:59 ZDF: 35,0 : 34,2 Nullkommaacht<\/p>\n<p>21:09 Bekomme erste sms, ob Schr\u00f6der besoffen war. Scheint drau\u00dfen vielleicht anders anzukommen als hier. Egal. Ist morgen eh vergessen.<\/p>\n<p>21:20 SAT 1: CDU: 220 Mandate; SPD 223 Mandate.<\/p>\n<p>Durch \u00dcberhangmandate h\u00e4tte die SPD 3 Sitze mehr und w\u00fcrde damit in einer Gro\u00dfen Koalition den Kanzler stellen.<\/p>\n<p>21:25 Die Ger\u00fcchtek\u00fcche kocht. St\u00fcrzt die Union Merkel? Einigt sich Schr\u00f6der mit Stoiber \u2013 er noch zwei Jahre, dann Stoiber? Reicht es doch noch f\u00fcr Schr\u00f6der? Was ist mit dem Wahlkreis Dresden I? Kann der noch was drehen?<\/p>\n<p>22:30. Die Institute pendeln sich ein. Wir werden nicht mehr an der Union vorbeiziehen. Auch die Mandatsverteilung pendelt sich ein. CDU\/CSU werden gemeinsam mit 2-3 Mandaten Vorsprung st\u00e4rker als die SPD werden. Aber was das f\u00fcr die Regierungsbildung bedeutet, das werden wir heute nicht mehr erfahren.<\/p>\n<p>Heute werden wir eh nicht mehr viel erfahren. Heute wird gesoffen und gefeiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/H%C3%B6llenritt-Wahlkampf-Insider-Bericht-Erweiterte-Neuausgabe\/dp\/3423349182\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1506253493&amp;sr=8-1&amp;keywords=frank+stauss\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-1729\" src=\"http:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-300x147.jpg\" alt=\"teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017\" width=\"300\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-300x147.jpg 300w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-150x74.jpg 150w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-768x377.jpg 768w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer gerne einmal einen spannenden Wahltag erleben m\u00f6chte, dem schenke ich heute einen Text aus meinem Buch &#8222;H\u00f6llenritt Wahlkampf&#8220;. Viele Spa\u00df, Freude, Nostalgie, Melancholie&#8230; Sonntag, 18. September 2005, Berlin. Wahltag Guten Morgen, heute ist Wahltag. Der H\u00f6llentag. Ein Tag, an dem man in allem ein Zeichen sieht. Regnet es? 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