{"id":1894,"date":"2017-07-20T09:35:52","date_gmt":"2017-07-20T07:35:52","guid":{"rendered":"http:\/\/frank-stauss.de\/?p=1894"},"modified":"2017-07-20T11:24:00","modified_gmt":"2017-07-20T09:24:00","slug":"die-waehler-wissen-immer-weniger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frank-stauss.de\/index.php\/die-waehler-wissen-immer-weniger\/","title":{"rendered":"Die W\u00e4hler wissen immer weniger."},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Stefan Niggemeier hat mit mir f\u00fcr <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/17598\/die-medien-haben-sich-danach-gesehnt-dass-es-jemand-spannend-macht\/\">Uebermedien.de<\/a> ein Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt, das sich aus meiner Sicht vor allem durch intelligente Fragen auszeichnet. \u00dcber die Antworten mag ich mir kein Urteil erlauben.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/17598\/die-medien-haben-sich-danach-gesehnt-dass-es-jemand-spannend-macht\/\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-1890\" src=\"http:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/U\u0308BERMEDIEN12.7.17-300x220.jpg\" alt=\"U\u0308BERMEDIEN12.7.17\" width=\"300\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/U\u0308BERMEDIEN12.7.17-300x220.jpg 300w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/U\u0308BERMEDIEN12.7.17-150x110.jpg 150w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/U\u0308BERMEDIEN12.7.17-768x564.jpg 768w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/U\u0308BERMEDIEN12.7.17-1200x881.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Herr Stauss, Sie haben im vergangenen Jahr beschlossen, dass Sie nicht den Bundestagswahlkampf f\u00fcr die SPD machen wollen. Als dann pl\u00f6tzlich Martin Schulz auf der B\u00fchne stand, gab es da Momente, wo Sie sagten: Ach Mensch, eigentlich w\u00e4re es jetzt doch spannend, dabei zu sein?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, klar. Die gibt es eh, wenn man Wahlkampf so lange macht wie ich und mit Herzblut dabei ist. Aber es ist auch kein Geheimnis, dass Martin Schulz f\u00fcr mich die Idealperson ist f\u00fcr diese Kandidatur &#8211; mit allem, wof\u00fcr er steht: f\u00fcr Europa, f\u00fcr Weltoffenheit, auch mit seinem Lebenslauf. Insofern h\u00e4tte ich gern f\u00fcr Martin Schulz Wahlkampf gemacht, aber das stand nicht mehr zur Debatte, als es soweit war.<\/p>\n<p><strong>Warum nicht?<\/strong><\/p>\n<p>Weil ich \u00fcberzeugt bin, dass man so eine Kanzlerkandidatur nicht ein halbes Jahr vor der Wahl aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt. Das muss hervorragend, langfristig und minuti\u00f6s vorbereitet sein. Ich glaube, dass das auch der Kandidatur von Martin Schulz gut getan h\u00e4tte, wenn sie ein halbes Jahr vorher verk\u00fcndet worden w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Den &#8222;Schulz-Effekt&#8220;, den die Nominierung Anfang des Jahres ausl\u00f6ste, empfand ich als ungeheuer belebend, nicht nur f\u00fcr die SPD, sondern auch die Demokratie. Pl\u00f6tzlich hatte man das Gef\u00fchl: Alles ist m\u00f6glich! <\/strong><\/p>\n<p>Das hatten andere und ich schon l\u00e4nger gesagt, und sind daf\u00fcr manchmal ausgelacht worden: Das Potential der SPD ist nach wie vor da. Es liegt irgendwo zwischen 35 und 37 Prozent. Das sind Leute, die sich faktisch und nicht nur abstrakt vorstellen k\u00f6nnen, diese Partei zu w\u00e4hlen, wenn alles rund l\u00e4uft. Dazu geh\u00f6rt auch immer, dass es bei den anderen nicht rund l\u00e4uft, klar. In dem Augenblick, als Martin Schulz auf die B\u00fchne trat und eine Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr viele wurde, lag die SPD pl\u00f6tzlich bei 31 oder 32 Prozent. Da hat man gesehen, das Potential ist da. Man hat gesehen, wie schwach Merkel war &#8211; oder wie sehr sie davon lebt, dass ihre Gegner schwach sind. Dass niemand sich danach sehnt, am Ende 16 Jahre von Angela Merkel regiert zu werden. Selbst CDU-Anh\u00e4nger h\u00e4tten gern eine Art Alternative oder Nachfolge. Darauf h\u00e4tte die SPD eine Planung aufbauen m\u00fcssen: Man wei\u00df seit vier Jahren, dass im September eine Wahl ist und Angela Merkel dann zw\u00f6lf Jahre im Amt ist. Das ist immer eine Chance f\u00fcr einen Wechsel.<\/p>\n<p><strong>War dieser &#8222;Schulz-Effekt&#8220; real? Oder nur eine Blase, die von den Medien gemacht wurde?<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich war es eine Kombination. Die Medien haben sich auch danach gesehnt, dass jemand kommt und es spannend macht &#8211; aus welchen Gr\u00fcnden auch immer: wegen der Auflage, wegen Klick-Raten, aber auch aus pers\u00f6nlicher Befindlichkeit. Das ist immer so. Das haben wir auch selbst bei Wahlk\u00e4mpfen erlebt, etwa der dritten Wahl von Wowereit: Die Journalisten haben die Schnauze voll, wollen entweder einen Wechsel oder zumindest, dass es spannend ist. Und es hat sich gegenseitig hochgeschaukelt, denn wann hatte man mal diese Bilder von jubelnden Anh\u00e4ngern in Deutschland, egal f\u00fcr wen? Die hatte man seit der Wendezeit nicht mehr gesehen.<\/p>\n<p><strong>Ein Wahlforscher von Allensbach spricht beim Schulz-Effekt von &#8222;Medienechodemoskopie&#8220;: Umfragen best\u00e4tigten eigentlich nur die Stimmung, die die Medien vorher verbreitet haben, und jedes neue Umfrageergebnis verbessere die Stimmung noch mehr und sorge f\u00fcr noch bessere Umfragen \u2026 <\/strong><\/p>\n<p>Meinungsumfragen sind Momentaufnahmen, und in dem Moment, wo sie 30 Prozent f\u00fcr die SPD gemessen haben, konnten sich 30 Prozent vorstellen, die SPD zu w\u00e4hlen. Es kann aber sein, dass sie drei Wochen sp\u00e4ter schon wieder auf einem ganz anderen Zug sind. Diese Geschwindigkeit, in der die Leute ihre Meinung \u00e4ndern, hat zugenommen. Stimmungsabh\u00e4ngigkeit hat immer mit Wissen und Nichtwissen, mit gefestigten \u00dcberzeugungen und nicht gefestigten \u00dcberzeugungen zu tun. Wir leben in Zeiten, in denen die Leute immer weniger wissen und daher immer anf\u00e4lliger sind f\u00fcr Schwankungen.<\/p>\n<p><strong>Inzwischen sorgen die Umfragen und die Medien, die sich auf sie konzentrieren, aber wieder f\u00fcr den gegenteiligen Effekt: Sie erwecken den Eindruck, das Rennen ist eh schon gelaufen.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, das ist zum Verzweifeln. Dabei ist das Ausma\u00df der Schwankungen seit Jahren so gro\u00df, das l\u00e4sst sich in allen modernen Demokratien zeigen. Diese komplette \u00dcberraschung in allen Gesichtern am Wahlabend 2005 &#8211; einschliesslich das der sp\u00e4teren Kanzlerin. Da haben die gro\u00dfen Institute am Tag zuvor intern die relativ klare Ansage gemacht, dass wir sieben oder acht Prozent hinter der Union liegen. Am Ende war es ein Prozent. Da hatten die Medien zum Teil schon Wochen vorher gesagt: Ihr habt \u00fcberhaupt keine Chance mehr.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/H%C3%B6llenritt-Wahlkampf-Insider-Bericht-Erweiterte-Neuausgabe\/dp\/3423349182\/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1500535915&amp;sr=1-1&amp;keywords=frank+stauss\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-1729\" src=\"http:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-300x147.jpg\" alt=\"teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017\" width=\"300\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-300x147.jpg 300w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-150x74.jpg 150w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-768x377.jpg 768w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Diese Begeisterung f\u00fcr Schulz kam scheinbar aus dem Nichts. <\/strong><\/p>\n<p>Dass er Potential hat, lie\u00df sich in Fokus-Gruppen \u00fcber ein Jahr im Voraus feststellen. Wenn man seinen Namen in die Diskussion geworfen hat, haben sich pl\u00f6tzlich die Gesichter erhellt. Als das sp\u00e4ter in diesem &#8222;Schulz-Effekt&#8220; sichtbar wurde, waren davon die Medien selbst \u00fcberrascht. Wenn ich mit Journalisten dar\u00fcber gesprochen habe, haben die immer gesagt: Ach ja, der Schulz. Der steht doch f\u00fcr Europa und Europa ist out. Das war die Stammformel. Ich sagte dann: Nein, Europa ist nicht out, im Gegenteil, gerade bei denen nicht, die wollen, dass wieder mal einer daf\u00fcr k\u00e4mpft. Als dann die Zahlen durch die Decke gingen, waren die Journalisten \u00fcberw\u00e4ltigt von dem, was er ausgel\u00f6st hat, und haben dann, um ihre eigenen Fehler zu kompensieren, das dann auch noch \u00fcber-hyped.<\/p>\n<p><strong>Das bedeutet: Auch wenn die Journalisten das Gef\u00fchl haben und vermitteln, das Rennen sei gelaufen, kann bei den W\u00e4hlern trotzdem noch einmal so ein Funke \u00fcberspringen?<\/strong><\/p>\n<p>Das passiert ja st\u00e4ndig. Nehmen Sie die ber\u00fchmtesten, zum Teil ja auch die schlimmen Entwicklungen, die man nicht vorausgesehen hat. Oder auch Emmanuel Macron. Als der zum franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt wurde, hie\u00df es unisono: Oh, er muss jetzt gegen eine Nationalversammlung regieren, die gegen ihn ist &#8211; und dann hat er die komplett abger\u00e4umt. Ich wei\u00df gar nicht, was bei den Leuten tats\u00e4chlich noch ankommt von den Medienbotschaften, das ist f\u00fcr mich das gro\u00dfe R\u00e4tsel. Ist das jetzt eine gegenseitige journalistische Best\u00e4tigung? Wird die noch ernst genommen von den Leuten, f\u00fcr die sie geschrieben wurde?<\/p>\n<p><strong>Welche Bedeutung haben die klassischen Medien heute?<\/strong><\/p>\n<p>Meiner Meinung nach konnte man schon 2005 sehen, wie die abgenommen hat. Wenn Sie \u00fcberlegen, gegen was f\u00fcr eine Medienwand Schr\u00f6der gerannt ist im Wahlkampf damals. Von &#8222;Stern&#8220; \u00fcber &#8222;Spiegel&#8220; bis &#8222;Zeit&#8220; waren alle auf dem Neo-Liberalismus-Trip und dachten, jetzt m\u00fcsse mit Merkel und Westerwelle &#8222;durchregiert&#8220; werden. Das war der erste Moment, wo ich dachte: Diese Nummer von Schr\u00f6der: &#8222;Bild&#8220;, &#8222;BamS&#8220; und Glotze, die l\u00e4uft nicht mehr. Ich sagte auch zum ersten Mal: Leute, lasst euch von der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung und irgendwelchen &#8222;Bild&#8220;-Kampagnen nicht kirre machen. Wir wissen gar nicht, ob deren Leser die noch ernst nehmen. Das wird immer st\u00e4rker gerade. Ob das gut oder schlecht ist, ist eine andere Frage. Diese bekannten Medien, mit denen ich aufgewachsen bin und die meisten, die an den Schaltstellen der Republik sitzen \u2026 manchmal habe ich das Gef\u00fchl, die sind ohne Unterbau. Alle, die unter 40 sind, haben damit eigentlich nichts mehr am Hut.<\/p>\n<p><strong>Im Fr\u00fchjahr haben die Medien Martin Schulz immer wieder vorgeworfen, dass er blo\u00df \u00fcber die D\u00f6rfer tingelt, w\u00e4hrend die Kanzlerin die tollen Bildern mit Staatsm\u00e4nnern macht. <\/strong><\/p>\n<p>An diese Rote-Teppich-Nummer habe ich noch nie geglaubt. Schauen Sie sich die Leute an, die in letzter Zeit erfolgreich Wahlen gewonnen haben. Die kamen aus der Opposition heraus, die hatten alle keinen roten Teppich.<\/p>\n<p><strong>Ist es dann egal, wenn die Medien das erz\u00e4hlen?<\/strong><\/p>\n<p>Egal ist es ja nie. Es hat eine starke Wirkung auf die Kandidaten, auf deren Umfeld, auf die Partei. Die Parteien werden ja auch von \u00dcber-50- oder 60-J\u00e4hrigen dominiert, die diese Medien lesen. Dieser ganze Apparat wird dann nerv\u00f6s, er wird mobilisiert oder demobilisiert oder demotiviert. Der Horror sind Pressespiegel. Ich bin daf\u00fcr, dass die sofort abgeschafft werden. Jeden Morgen um 06:30 Uhr kriegen die Leute Clippings aus allen Tageszeitungen, aber nat\u00fcrlich nur solche, die sie betreffen. Die gehen immer davon aus, dass das au\u00dfer ihnen noch jemand alles liest. Das ist eine vollkommene Irref\u00fchrung, das hat mit der Mediennutzung der W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern nichts zu tun.<\/p>\n<p><strong>Wenn die Bedeutung der klassischen Medien abnimmt &#8211; was r\u00fcckt an deren Stelle?<\/strong><\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Konfusion. Wir begleiten Wahlen seit bald 25 Jahren, immer mit Fokusgruppen. Da ist schon sp\u00fcrbar, wie viel weniger Menschen \u00fcber politische Zusammenh\u00e4nge, wirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge, internationale Zusammenh\u00e4nge, \u00fcber Personen wissen. Das nimmt dramatisch ab.<\/p>\n<p><strong>Sie sprechen vom &#8222;Kollateralwissen&#8220;, das verloren geht, weil die Leute nicht mehr nebenbei beim Zeitunglesen Informationen bekommen, nach denen sie gar nicht gesucht haben.<\/strong><\/p>\n<p>Das ist wirklich so. Die Leute k\u00f6nnen Dinge kaum noch zuordnen. Sie besch\u00e4ftigen sich nicht mehr damit. Wir haben auf der einen Seite die News-Junkies, die nichts anderes mehr mitkriegen und dadurch auch einen gewissen Teil des Lebens verpassen. Und auf der anderen Seite die, die so viele Zerstreuungsm\u00f6glichkeiten haben, und es zum Teil auch gar nicht wissen, dass ihnen, wenn sie sich nur noch \u00fcber \u201eneue Medien\u201c informieren, ein Teil der Informationen vorenthalten wird, durch den ber\u00fcchtigten Algorithmus. In den Landtagswahlk\u00e4mpfen merken wir ganz stark, dass gerade das Wissen \u00fcber Landespolitik komplett verloren geht. Auch ein Heavy-User von &#8222;Spiegel Online&#8220; klickt da keine Landespolitik an, wenn sie ihm \u00fcberhaupt angeboten wird. In einer Tageszeitung fr\u00fcher war halt eine Seite oder zwei Seiten Landespolitik, und die haben Sie dann, sp\u00e4testens auf der Toilette, auch noch irgendwie mitgenommen. Es kommt eine gro\u00dfe Konfusion, eine gro\u00dfe Orientierungslosigkeit. Gleichzeitig haben wir durch die Fl\u00fcchtlingsdebatte eine gro\u00dfe Politisierung erlebt. Das Seltsame daran ist, dass die Leute immer weniger wissen, aber im Moment immer mehr w\u00e4hlen gehen. Sie haben mitbekommen, irgendwo ist das jetzt wichtig, es passiert gerade was in der Welt. Aber wir haben immer mehr die, die ich als \u201eS<em>napchat<\/em>-W\u00e4hler\u201c bezeichne. Die tauchen kurz auf, schauen kurz hin und sind wieder weg.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das f\u00fcr den Wahlkampf?<\/strong><\/p>\n<p>Einerseits brauchen Sie immer l\u00e4nger, bis Sie mit einem Thema durchkommen, das hei\u00dft, Sie brauchen eine kontinuierliche Basisbotschaft. Andererseits m\u00fcssen Sie h\u00f6llisch aufpassen, dass Sie in den letzten drei Wochen wirklich richtig gut sind &#8211; dass Ihnen nicht ausgerechnet da die Puste ausgeht oder Ihnen Fehler unterlaufen oder Sie einen m\u00fcden oder ersch\u00f6pften Eindruck machen. Sie m\u00fcssen dann noch Pfeile im K\u00f6cher haben und nicht schon alles verschossen haben.<\/p>\n<p><strong>Mein Eindruck ist, dass Medien heute h\u00e4ufiger nicht \u00fcber Inhalte diskutieren, sondern \u00fcber Strategien. Man bewegt sich auf einer Metaebene. Bei Merkels Kehrtwende in Sachen \u201eEhe f\u00fcr alle\u201c gab es sofort diese Erz\u00e4hlung: Wie clever von ihr, sie hat das strategisch abger\u00e4umt. Alle waren pl\u00f6tzlich Strategie-Experten. Das dominierte viel mehr als die inhaltlich Frage: M\u00f6chte ich eigentlich, dass meine Kanzlerin, meine Partei, f\u00fcr oder gegen etwas eintritt.<\/strong><\/p>\n<p>Was mir wahnsinnig auf den Senkel geht, ist diese Unterstellung, dass etwas, was Merkel macht, genial sein muss. Das ist ja schon haneb\u00fcchen, es ist ja so viel improvisiert und schief gegangen. Aber sie hat diese Aura von \u201esie hat es immer irgendwie nochmal geschafft\u201c, dass jeder Verstolperer so interpretiert wird. Ich bin mir sicher, dass Merkel die \u201eEhe f\u00fcr alle\u201c im Wahlkampf abr\u00e4umen wollte, aber nicht an jenem Abend bei &#8222;Brigitte&#8220;. Sie hat sicher nicht auf dem Schirm gehabt, dass da am Freitag im Bundestag noch eine Abstimmung hinkriegen k\u00f6nnte. Das war nicht genial.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/H%C3%B6llenritt-Wahlkampf-Insider-Bericht-Erweiterte-Neuausgabe\/dp\/3423349182\/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1500535915&amp;sr=1-1&amp;keywords=frank+stauss\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-1729\" src=\"http:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-300x147.jpg\" alt=\"teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017\" width=\"300\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-300x147.jpg 300w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-150x74.jpg 150w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-768x377.jpg 768w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Sie haben Merkel in Ihrem Blog vorgeworfen, dass sie berechnend ist, keine innere \u00dcberzeugung hat, keinen Kompass hat, der sie leitet. Das ist ja alles offenkundig, die Frage ist &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>St\u00f6rt es jemanden?<\/p>\n<p><strong>Genau!<\/strong><\/p>\n<p>Aber deswegen kann man es doch trotzdem sagen.<\/p>\n<p><strong>Kann es nicht sein, dass es der Mehrheit der W\u00e4hler &#8211; anders als Ihnen &#8211; v\u00f6llig egal ist, ob ein Politiker Leidenschaft oder klare inhaltliche \u00dcberzeugungen hat? <\/strong><\/p>\n<p>Das glaube ich nicht. Ich glaube schon, dass wir in diesem Schulz-Moment gesehen haben, dass es eine Sehnsucht danach gibt. Wir haben die nicht nur bei uns gesehen, sondern auch bei Trudeau, Macron, Corbyn. Das sind nat\u00fcrlich politisch ganz unterschiedliche Charaktere, die alle f\u00fcr etwas anderes stehen, aber diese Sehnsucht ist schon da.<\/p>\n<p><strong>Merkel wird ja immer unterstellt, eine Strategie der &#8222;Asymmetrischen Demobilisierung&#8220; zu fahren. <\/strong><\/p>\n<p>Die Frage ist halt: L\u00e4sst man sie damit durchkommen und zwar von Seiten der Herausforderer, aber auch von Seiten der Medien. Wenn ich den Journalisten sage: Ihr seid zu unkritisch, dann lesen mir da alle ihre Artikel vor, die Sie mal vor zwei Jahren geschrieben haben, aber faktisch ist es ja so. So hart wie Schulz oder andere wird sie nicht mehr angegangen.<\/p>\n<p><strong>Andererseits hat die CDU die drei Landtagswahlen in diesem Jahr gewonnen bei steigender Wahlbeteiligung.<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben seit dem Fr\u00fchjahr 2016 h\u00f6here W\u00e4hlerzahlen. Auf der einen Seite wurden Leute aktiviert, die vorher zuhause geblieben sind und dann die AfD gew\u00e4hlt haben. Das hat dazu gef\u00fchrt, dass andere Leute sagten: Um Gottes Willen, die AfD geht gar nicht! &#8211; und auch zur Wahl gegangen sind. Das hallt jetzt noch ein bisschen nach, ich wei\u00df allerdings auch nicht, wie lange das tr\u00e4gt. Das Thema Fl\u00fcchtlingskrise ist jetzt, zumindest vor\u00fcbergehend, verschwunden und damit auch der Grad der Politisierung.<\/p>\n<p><strong>Aber Sie glauben, dass es Strategie der Union ist, die potentiellen W\u00e4hler der anderen zu demobilisieren? <\/strong><\/p>\n<p>Das war ja kurios! Schulz sagt an einem Tag: Die Merkel ist beliebig und r\u00e4umt aus strategischen Gr\u00fcnden alles ab &#8211; und am n\u00e4chsten Tag r\u00e4umt sie die \u201eEhe f\u00fcr alle\u201c ab. H\u00e4tte man da noch ein klareres Beispiel gebraucht? Man braucht halt mehr, wenn man diese Frau oder die Art ihrer Politik herausfordern will. Dann muss man sie wirklich herausfordern, mit Mut und Energie.<\/p>\n<p><strong>Sich als Kanzlerkandidat hinzustellen und zu klagen: Die will sich gar nicht mit uns streiten! und ihr einen &#8222;Anschlag auf die Demokratie&#8220; vorzuwerfen, hat aber auch etwas sehr Hilfloses. Oder ist das Aufgabe der Medien, eine solche Strategie zu durchkreuzen?<\/strong><\/p>\n<p>Man kann \u00fcber Schulz&#8216; Wortwahl reden, aber eine andere Wortwahl h\u00e4tte vielleicht dazu gef\u00fchrt, dass es gar nicht transportiert worden w\u00e4re. Es war nicht nur ein Moment in Richtung Journalisten, es war auch ein Moment in Richtung \u00d6ffentlichkeit zu sagen: Wacht mal auf!<\/p>\n<p><strong>Sein Thema ist die soziale Gerechtigkeit. Die Reaktion vieler Medien ist: Wo soll das Problem sein? Und in den Umfragen sagen 80 Prozent der Menschen auch regelm\u00e4\u00dfig, dass sie mit ihrer wirtschaftlichen Situation zufrieden sind. <\/strong><\/p>\n<p>Das Thema, um das sich alle rumdr\u00fccken, wahrscheinlich, weil niemand eine Antwort hat: Woher kommt diese Unzufriedenheit, obwohl es den Leuten tats\u00e4chlich ziemlich gut geht? Die anf\u00e4lligste Generation f\u00fcr die AfD sind die, die heute zwischen 45 und 55 sind. Das ist die Gruppe, die am meisten verunsichert ist. Das hat mit der Digitalisierung zu tun, mit den Umbr\u00fcchen in der Arbeitswelt. Das sind die, die sp\u00fcren: Diesen Job, den ich mache, werde ich ziemlich sicher keine zehn oder 15 Jahre mehr machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Sie haben geschrieben: Es geht um die Zukunft, es findet gerade ein gro\u00dfer Umbruch statt, und niemand redet dar\u00fcber. Wessen Fehler ist das? Wer k\u00f6nnte das \u00e4ndern?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn das von der Amtsinhaberin nicht gemacht wird, muss es der Herausforderer machen, wer denn sonst. Es geht dabei nicht darum, Angst zu machen, die Angst ist ja sowieso da. Dieses Klima der Unruhe war schon vor zweieinhalb Jahren da. Da war noch kein einziger Fl\u00fcchtling auf der Autobahn. Die AfD hatte 2013 schon fast f\u00fcnf Prozent ohne Fl\u00fcchtlinge, und wir schweigen dieses Thema tot oder adressieren es nicht. Entweder weil keiner wei\u00df, wohin es f\u00fchrt, oder weil keiner guten Gewissens sagen kann: Wir kriegen das hin, wir arbeiten daran. Oder weil es Debatten erfordert, die man jahrelang abgeblockt hat, wie zum Beispiel das Grundeinkommen: Wie organisieren wir in einer hoch industrialisierten und eigentlich wohlhabenden Nation weniger Arbeit? Ich glaube, das ist eine ganz gro\u00dfe Aufgabe der Medien zu fordern und zu sagen: Wie wollen wir jetzt eigentlich wirklich damit umgehen?<\/p>\n<p><strong>Vor 20 Jahren drehte sich in der \u00d6ffentlichkeit alles um &#8222;Reformen&#8220;, es gab das Wort vom &#8222;Reformstau&#8220;, jeder schien zu sagen: Nat\u00fcrlich brauchen wir Reformen, noch mehr und noch schneller. Jetzt ist dieser Gedanke, dass Dinge vielleicht ge\u00e4ndert werden m\u00fcssten, v\u00f6llig verschwunden. Den unterdr\u00fcckt ja Merkel nicht mit Gewalt, sondern den bringen viele Medien auch nicht auf.<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht weil das ihre eigene Empfindlichkeit ist. Wir haben ja \u00e4ngstliche Medien heute, das darf man nicht vergessen. In der gro\u00dfen Debatte in den Jahren 1998 und 2002 haben die Medien die Regierung getrieben. Die Medien haben gesagt, wir brauchen liberalere Arbeitsvertr\u00e4ge, weniger Arbeitsschutz, die Leute sollen den G\u00fcrtel enger schnallen (nur wir nicht). Das war eine geballte neoliberale Stimmung, bis in die Talkshow-Sendungen: Das Volk ist zu fett und zu faul und zu tr\u00e4ge. Jetzt geht den Journalisten selbst der Arsch auf Grundeis. Die sind nicht frei davon, sich an das zu klammern, was ist. Die Medien sind ja nicht losgel\u00f6st von der Gesellschaft. Keiner kann sich davon freimachen von seiner pers\u00f6nlichen Situation und seiner Befindlichkeit. Diese Sorge spiegelt sich in der Berichterstattung wieder. Und eine alternde Gesellschaft ist auch eine innovationsfeindliche Gesellschaft.<\/p>\n<p><strong>Wobei noch die Frage w\u00e4re, ob ausgerechnet die SPD die Partei ist, die f\u00fcr Innovation steht.<\/strong><\/p>\n<p>Aus meiner Sicht tat sie das immer. Die haben eine Partei gegr\u00fcndet, da gab es noch keine Demokratie, das finde ich schon mal grundoptimistisch und fortschrittlich. Sowas wie das Heidelberger Programm oder der Ruf \u201emehr Demokratie wagen\u201c, das war ja kein Massenthema, das war ein intellektueller Anspruch. Die Arbeiter haben nicht Willy Brandt gew\u00e4hlt, weil er mehr Demokratie wagen wollte, sondern wegen der sozialen Gerechtigkeit. Das waren immer die beiden Bestandteile. Dieses zweite Standbein Fortschritt, das kam in den letzten Jahren einfach zu kurz.<\/p>\n<p><strong>Sie haben in der Neuauflage Ihres Buches geschrieben, die Wahl sei eigentlich schon entschieden. Der deutsche W\u00e4hler wolle eigentlich den Wechsel nicht, und die einfachste Art, zu wechseln ohne den Wechsel zu haben, ist &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>&#8230; den Koalitionspartner zu wechseln.<\/p>\n<p><strong>Dann hat man die FDP als Antreiber und Modernisierer und Angela Merkel kann nochmal vier Jahre weitermachen. Ich fand das so \u00fcberzeugend, dass ich jetzt gar nicht wei\u00df, warum das nicht eintreten soll.<\/strong><\/p>\n<p>Ich hab ja immer noch die Hoffnung, dass ich mich, wie so oft, t\u00e4usche. Und ich bin der festen \u00dcberzeugung, die SPD hat in dieser Regierungsphase viel an Reputation zur\u00fcckgewonnen, weil sie zwei, drei Schl\u00fcsselthemen umgesetzt hat, f\u00fcr die sie angetreten ist. Aber der zweite Teil w\u00e4re gewesen, danach mit ein paar jungen Leuten, die es ja gibt, Modernisierungsthemen zu setzen. Das ist nicht passiert.<\/p>\n<p><strong>Glauben Sie, dass \u201efake news\u201c eine Rolle spielen werden im Wahlkampf?<\/strong><\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen halt verunsichern. Sie k\u00f6nnen die Verunsicherung, die schon da ist, best\u00e4tigen und je weniger die Menschen an Basiswissen \u00fcber die Gesellschaft haben, \u00fcber politische und \u00fcber wirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge, umso anf\u00e4lliger sind sie. Ich glaube aber, es gibt wenige Menschen, die sich ausschlie\u00dflich innerhalb ihrer jeweiligen Ideologie informieren, was in Amerika ganz anders ist. Das ist so bei uns noch nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Die Gesellschaft ist bei uns noch nicht so gespalten.<\/strong><\/p>\n<p>Und auch die Medien sind nicht so linear aufgestellt, dass Sie sagen k\u00f6nnen: Ich bewege mich keinen Meter aus meinem Umfeld raus.<\/p>\n<p><strong>Sie sagen, dass nichts gef\u00e4hrlicher ist als ein &#8222;Comeback-Kid&#8220;: &#8222;Ein Gegner, der schon totgesagt war, aber wieder kommt und dadurch sogar noch mehr Momentum entfachen kann, als beim ersten Anlauf.&#8220; Ist das bezogen auf Martin Schulz nicht nur Wunschdenken? <\/strong><\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit gibt es.<\/p>\n<p><strong>Was br\u00e4uchte es daf\u00fcr? Da sind wir wieder bei den Medien und ihrer Fixierung auf Meinungsumfragen: Reicht da ein kleiner Effekt, dass es wieder ein, zwei Prozent nach oben geht, und die Medien fangen an, anders zu schreiben und produzieren wieder einen Verst\u00e4rkungseffekt? <\/strong><\/p>\n<p>Etwas ist auf jeden Fall gesetzt, vielleicht durch die Rede von Martin Schulz, vielleicht auch durch das Agieren rund um die \u201eEhe f\u00fcr alle\u201c: Viele in den Medien sind offensichtlich der Meinung, wir lassen die Merkel jetzt mal nicht ungecheckt weiterwurschteln. Wenn das anh\u00e4lt, dann wird sich das weiter verbreiten. Ich glaube, dass Schulz auch immer noch ein Sympathie-Potential hat, der ist auch nicht durch. Wenn man am Ende den Eindruck hat, die CDU macht es sich zu bequem, bleibt immer noch die Frage: Wem n\u00fctzt das denn am meisten? Kann die SPD da nochmal was entfachen? Hat sie da auch den Willen reinzugehen? Es kommt auch darauf an zu sagen: Ja, das und das fehlt und wir sind die Ehrgeizigeren, wir sind vielleicht auch anstrengender, aber daf\u00fcr haben wir auch die besseren Ideen f\u00fcr die Zukunft. Das ist noch eine M\u00f6glichkeit, mit der die SPD da noch reingehen kann. Wenn die es nicht macht, dann kommt der Lindner.<\/p>\n<p><em>Dieses Gespr\u00e4ch erschien erstmals am 12.7.2017 auf <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/17598\/die-medien-haben-sich-danach-gesehnt-dass-es-jemand-spannend-macht\/\">Uebermedien.de<\/a> f\u00fcr Abonnenten und ist seit dem 19.7.2017 dort auch frei abrufbar.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/H%C3%B6llenritt-Wahlkampf-Insider-Bericht-Erweiterte-Neuausgabe\/dp\/3423349182\/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1500535915&amp;sr=1-1&amp;keywords=frank+stauss\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-1729\" src=\"http:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-300x147.jpg\" alt=\"teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017\" width=\"300\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-300x147.jpg 300w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-150x74.jpg 150w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017-768x377.jpg 768w, https:\/\/frank-stauss.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/teaser_hoellenritt_wahlkampf_2017.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stefan Niggemeier hat mit mir f\u00fcr Uebermedien.de ein Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt, das sich aus meiner Sicht vor allem durch intelligente Fragen auszeichnet. \u00dcber die Antworten mag ich mir kein Urteil erlauben. 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