{"id":1526,"date":"2016-08-26T17:20:00","date_gmt":"2016-08-26T15:20:00","guid":{"rendered":"http:\/\/frank-stauss.de\/?p=1526"},"modified":"2016-09-07T15:51:26","modified_gmt":"2016-09-07T13:51:26","slug":"der-trend-heisst-mueller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frank-stauss.de\/index.php\/der-trend-heisst-mueller\/","title":{"rendered":"Der Trend hei\u00dft M\u00fcller."},"content":{"rendered":"<p><strong>Umfragen-Ticker und pers\u00f6nliche Wahlprognose f\u00fcr Berlin.<\/strong><\/p>\n<p>Wir stehen jetzt drei Wochen vor der Wahl in Berlin. Wie schon im Fr\u00fchjahr in Rheinland-Pfalz ist es daher Zeit f\u00fcr meine Prognose. Sie hie\u00df damals \u201eDer Trend hei\u00dft Dreyer\u201c. Und da ich bei der Hitze ein bisschen faul bin, nehme ich die Headline einfach nochmal.<\/p>\n<p>_________________________________<\/p>\n<p><strong>UPDATE VOM 29.8.2016<br \/>\n<\/strong><br \/>\nNeue Forsa-Umfrage best\u00e4tigt eine interne (in Folge &#8222;Intern&#8220;) Umfrage, erhoben mit einer 1000er Fallzahl, im Feld 19.8.-23.8.<br \/>\nForsa: SPD 24; Intern: SPD 25<br \/>\nForsa: CDU 17; Intern: CDU 19<br \/>\nForsa: Gr\u00fcne 19; Intern: Gr\u00fcne 19<br \/>\nForsa: Linke 17; Intern: Linke 17<br \/>\nForsa: AfD 10; Intern: AfD 11<br \/>\nForsa: FDP 5; Intern: FDP 5<\/p>\n<p>Erkenntnis:<br \/>\n1. SPD liegt in beiden Umfragen jeweils 5-6% vor der zweitplatzierten Partei. Bei Forsa betr\u00e4gt der Vorsprung zur CDU jetzt 7%.<br \/>\n2. Rot-Gr\u00fcn: Forsa: 43%; Intern: 44%<br \/>\nCDU, AfD und Linke: Forsa 44%; Intern: 47%<br \/>\n3. M\u00fcller liegt in der Direktwahl 30% vor Henkel; Intern: 31%<br \/>\n4. Rot\/Gr\u00fcn liegt bei beiden Instituten 2-3% von der eigenen Mehrheit entfernt, sofern die FDP an der 5%-H\u00fcrde scheitert. Was auf der Kippe steht. Sonst ist eine 3-er Koalition stand heute unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Aber: Es h\u00e4ngt sehr viel von der Mobilisierung ab. Laut Forsa ist der Anteil der Unentschiedenen bei der SPD am h\u00f6chsten. Gleichzeitig zeigen unsere Umfragen auch das h\u00f6chste Potential f\u00fcr die SPD &#8211; wenn sie mobilisiert.<br \/>\n<strong><br \/>\nENDE DES UPDATES VOM 29.8.<\/strong><br \/>\n<strong>DER FOLGENDE TEXT VOM 26.8.2016 BLEIBT UNVER\u00c4NDERT.<\/strong><\/p>\n<p>Korrigiert wurde nur der Direktwahlvorsprung von M\u00fcller. Er betr\u00e4gt in der internen Studie 31% statt der fehlerhaft getippten 21%.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>_________________________________<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>In einer mir vorliegenden internen Umfrage (1000er Fallzahl, im Feld bis 23.8.) baut Michael M\u00fcller seinen Direktwahl-Vorsprung auf 31% aus (54:23)<\/strong> und erreicht damit einen gr\u00f6\u00dferen Vorsprung als Malu Dreyer vierzehn Tage vor dem Wahltag in Rheinland-Pfalz (19%). Sogar 23% der CDU-W\u00e4hler wollen lieber Michael M\u00fcller als Frank Henkel auf dem Chefsessel sehen.<\/p>\n<p><strong>Die SPD liegt mindestens 6% vor dem Zweitplatzierten.<\/strong> Das hat auch mit den Schw\u00e4chen der anderen zu tun, klar, und die SPD liegt auch unter den 28% von 2011. Aber Frank Henkels AfCDU-Kampagne dr\u00fcckt die CDU jetzt deutlich unter die 20% und in der eigenen Zielgruppe baut Henkel drastisch ab. Kommt die FDP nicht ins Parlament (was auf der Kippe steht) &#8211; k\u00f6nnen 45-46% f\u00fcr eine Rot\/Gr\u00fcne Koalition reichen. Vielleicht 26 + 20? Noch deutlicher? Nicht undenkbar.<\/p>\n<p>Die Koalitionsaussage von Michael M\u00fcller st\u00e4rkt das progressive Lager, das nach wie vor in dieser Umfrage mit 61% stabil notiert (seit 2001, \u00fcbrigens). Wenn die Menschen in j\u00fcngster Zeit etwas von Michael M\u00fcller geh\u00f6rt haben (und das war haupts\u00e4chlich die Koalitionsaussage), empfanden sie das als deutlich positiv. Was sie von Frank Henkel geh\u00f6rt haben (Burkablablabla) empfanden sie als deutlich negativ.<\/p>\n<p>Nun werden manche sagen: Was soll das?! Wo ist diese Umfrage? Wo ist die Quelle? Und ich sage: Die Umfrage gibt es. Sie stimmt. Wir hatten die gleiche Umfrage 21 Tage vor der Wahl in RLP vorliegen und sie stimmte auch. Und nein, sie wird nicht ver\u00f6ffentlicht, denn da steht noch viel mehr drin, was uns nutzt und anderen nicht. Wenn Sie eine eigene Umfrage haben wollen, m\u00fcssen sie diese beauftragen und bezahlen. Danke. Weiter im Text.<\/p>\n<p>Was war das wieder f\u00fcr ein Geschrei, als Michael M\u00fcller Rot-Gr\u00fcn als seine Wunschkoalition in Berlin benannte. Man m\u00fcsse doch, man darf doch nicht, das war doch noch nie so, was erlaube sich M\u00fcller? Deshalb stehe die SPD bei 21%! Das gleiche Geschrei erlebte ich vor ein paar Monaten in Rheinland-Pfalz, als Malu Dreyer sagte, sie ginge nicht in eine TV Debatte mit der AfD. Man m\u00fcsse doch, man darf doch nicht, das war doch noch nie so, was erlaube sich Dreyer?<\/p>\n<p>Am Ende hat ja dann der W\u00e4hler das Wort. Und der \u2013 oh Wunder \u2013 findet klare Ansagen besser als unklare. Deshalb hat Malu Dreyer am Ende in Rheinland-Pfalz gewonnen. Und deshalb wird Michael M\u00fcller in Berlin gewinnen.<\/p>\n<p><strong>Weitere besondere Zahlen f\u00fcr Berlin:<\/strong><\/p>\n<p>Was macht mich sicher? Ich erlaube mir einfach einen Blick auf die Zahlen. Auf die eigenen, aber auch die \u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>Infratest-Dimap hat sich um Auftrag des RBB sehr, sehr viele Fragen zum Thema Fl\u00fcchtlinge, Islam usw. einfallen lassen. Eigentlich drehte sich die ganze Umfrage nur darum. Man bekommt ja nur Antworten auf Fragen, die man stellt. Das f\u00fchrt zuweilen sehr in die Irre.<\/p>\n<p>Wir arbeiten anders. Wir stellen keine Fragen, sondern lassen die Leute sprechen. Und \u2013 \u00dcberraschung \u2013 die Leute sprechen \u00fcber etwas ganz anderes. Sie sprechen \u00fcber Wohnungsbau, soziale Sicherheit, geb\u00fchrenfreie Kitas, das Berliner Lebensgef\u00fchl und einen menschlichen Umgang mit Fl\u00fcchtlingen.<\/p>\n<p>Doch die Umfrage des RBB-Institutes f\u00f6rdert durchaus Interessantes zu Tage. Nehmen wir einmal die sehr \u00fcberspitzt formulierte Aussage:<\/p>\n<p><strong>\u201eIch empfinde die Fl\u00fcchtlinge als Bereicherung f\u00fcr Berlin.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das muss man schon sehr weltoffen sein, um Fl\u00fcchtlinge gleich als Bereicherung zu empfinden. Werfen wir zun\u00e4chst einen Blick auf das progressive Lager:<\/p>\n<p><strong>SPD: Ja: 62%, Gr\u00fcne: 79%, Linke: 69%<\/strong><\/p>\n<p>Und auf der anderen Seite stimmen dieser Aussage zu: CDU: 51%, FDP 30%, AfD: 5%<\/p>\n<p>Wie erw\u00e4hnt, da kommt ja selbst mancher sehr offene Mensch ins Gr\u00fcbeln, aber die Berliner offenbar nicht. Und nicht jeder, der Fl\u00fcchtlinge nicht gleich als Bereicherung versteht, ist ein Hardcore Gegner. Wie wir weiter unten sehen werden.<\/p>\n<p><strong>Wir sehen auch, dass die FDP-W\u00e4hler in Berlin n\u00e4her an der AfD dran sind, als die CDU-W\u00e4hler.<\/strong> Was wiederum bedeutet, dass Henkel mit seinem Pro-AfD Wahlkampf sein eigenes Potential irritiert.<\/p>\n<p>Die Aussage \u201eBerlin soll keine weiteren Fl\u00fcchtlinge mehr aufnehmen\u201c findet nur Mehrheiten bei AfD, FDP und in geringerem Ausma\u00df bei der CDU. Auch hier zeigt sich die Spaltung der CDU. Im progressiven Lager gibt es klare Mehrheiten, die diese Aussage ablehnen.<\/p>\n<p><strong>\u201eIch f\u00fchle mich wegen der Muslime manchmal fremd in Berlin.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jetzt obacht, Burkini-Henkel:<br \/>\n66% aller Berliner stimmen dieser Aussage NICHT zu.<br \/>\nDavon 81% SPD, 96% Gr\u00fcne, 80% Linke. Und 60% der CDU! <\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberfremdung empfinden mehrheitlich nur FDP und AfD W\u00e4hler. Was uns erneut mehr \u00fcber die FDP sagt, als \u00fcber die AfD. <strong>Da braut sich eine kleine neue Stahlhelm-FDP zusammen. <\/strong>Das hatten wir in Berlin ja auch schon einmal.<\/p>\n<p>Was bedeutet dies nun f\u00fcr den Wahlkampf.<\/p>\n<ol>\n<li>Zun\u00e4chst einmal f\u00fcr die CDU nichts Gutes. Ihr monothematischer Wahlkampf setzt ausschlie\u00dflich auf Fremdenfeindlichkeit, Bedrohung und Henkel. Das sind gleich 3 Loser-Themen auf einmal. Henkel und die CDU haben sich mit einem v\u00f6llig missgl\u00fcckten Rechtsausleger-Wahlkampf aus dem Wertekanon der Stadt verabschiedet.<\/li>\n<li>Rot\/Gr\u00fcn kann es noch zu einer eigenen Mehrheit schaffen. Daf\u00fcr m\u00fcssen beide Parteien Momentum aufbauen. Von den Potentialen her ist es m\u00f6glich, eine stabile Zweierkonstellation zu erreichen. Jetzt sollten beide Parteien den Leuten auch noch Lust auf eine solche Konstellation machen.<\/li>\n<li>M\u00fcller hat sein Profil gesch\u00e4rft und ist die klare Nr.1.\u00a0 Michael M\u00fcller hat Henkel erst einen Schu\u00df vor den Bug gegeben \u2013 und als dieser nicht aufh\u00f6rte nach rechts zu driften als Koalitionspartner ausgeschlossen. Michael M\u00fcller hat als erster eine klare Koalitionsaussage f\u00fcr Rot-Gr\u00fcn abgegeben. Michael M\u00fcller hat das ber\u00fchmte \u201eKopftuch-Plakat\u201c frei gegeben. Michael M\u00fcller hat das \u201eNina Queer-Plakat\u201c in seiner Kampagne platziert. Michael M\u00fcller hat nicht v\u00f6llig sinnbefreit Nilpferde plakatieren lassen, nur weil sie &#8222;s\u00fc\u00df&#8220; sind. Bei ihm hat alles eine klare Richtung, eine Linie.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Michael M\u00fcller f\u00fchrt den mutigsten, klarsten und direktesten Wahlkampf in der Stadt. Vor allem aber f\u00fchrt er den einzigen Wahlkampf, der F\u00fchrung und Strategie erkennen l\u00e4sst. <strong>M\u00fcllers Wahlkampf zielte vom ersten Tag an auf eine progressive Mehrheit, gegen rechte Anbiederei und auf das Wunschziel einer Rot-Gr\u00fcnen Mehrheit.<\/strong><\/p>\n<p>Wer M\u00fcller w\u00e4hlt, wei\u00df zu 100%, was er bekommt. Bei ihm gab es zu keinem Zeitpunkt auch nur einen schiefen Ton gegen\u00fcber Ausl\u00e4ndern, Muslimen, Fl\u00fcchtlingen. Er hat von Anfang an klar gemacht, dass es bei dieser Wahl auch um einen Kulturkampf geht. Und zwar nicht gegen Muslime, sondern gegen rechts. Er hat diesen Kampf um die Seele der Stadt aufgenommen \u2013 und diese Klarheit kommt an.<\/p>\n<p>Wie die Umfrage weiter zeigt, vertrauen die Menschen in Berlin Michael M\u00fcller in hohem Ma\u00dfe, eine progressive Koalition stabil und verantwortungsvoll zu f\u00fchren. In den letzten 14 Tagen wird sich diese F\u00fchrungsst\u00e4rke noch deutlicher in den Ergebnissen niederschlagen.<\/p>\n<p>Drei Wochen vor der Wahl stand die SPD mit Ministerpr\u00e4sident Sellering in MeckPomm bei 24%. Heute, eine Woche vor der Wahl, steht sie bei 28%. Drei Wochen vor der Wahl in Rheinland-Pfalz stand die SPD bei 32%, am Wahltag hatte sie 4% mehr. Wie auch schon im M\u00e4rz wird es am Ende eine deutliche Bewegung hin zum Amtsinhaber geben. Wenn die ganze SPD noch einmal volle Energie in die entscheidenden Tage steckt. Zumal nicht die geringste Wechselstimmung in der Stadt herrscht.<\/p>\n<p>Wie so h\u00e4ufig gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen der medialen Berichterstattung und dem Gef\u00fchl der Menschen in der Stadt. Das Fl\u00fcchtlingsthema ist nicht das dominante Thema. \u00dcbrigens noch nicht einmal in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist ein medial v\u00f6llig \u00fcberzogenes Thema. Die Menschen in MeckPomm interessieren sich vor allem f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze, die in Berlin vor allem f\u00fcr Wohnungen und soziale Sicherheit.<\/p>\n<p><strong>Mit Berlin geht es aufw\u00e4rts: Eat this!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die W\u00e4hler der SPD, der Gr\u00fcnen, der Linken UND der CDU sehen Berlin au\u00dferdem mehrheitlich auf dem Weg \u201ebergauf\u201c.<\/strong> So die Daten. Nix mit \u201eFailed Stadt.\u201c Das erkennt man auch daran, dass das Thema Arbeit\/Arbeitslosigkeit so gut wie von der Agenda verschwunden ist. \u00dcberzogene Kritik an der Stadt und gar Panikmache laufen v\u00f6llig ins Leere.<\/p>\n<p>M\u00fcller setzt mit Mietwohnungsbau, dem Ferienwohnungsverbot, geb\u00fchrenfreien Kitas und Bildungsinvestitionen auch auf die richtigen sozialen Themen. Alles Themen, in denen die SPD die h\u00f6chsten Kompetenzwerte genie\u00dft.<\/p>\n<p>Als ich vor 3 Monaten sagte, die SPD in Meck-Pomm w\u00fcrde bei 26% + x landen, hat ein Journalist nur mit den Augen gerollt. Ebenso wie meine Blogbeitr\u00e4ge vor der Wahl in RLP als reine Wahlkampfmache ausgelegt wurden. Das kann ich nicht verstehen. Nur weil ich Wahlkampf mache, bin ich doch nicht parteiisch&#8230; Und ja, ich kann mich irren. Andererseits begleite ich auch seit gut 25 Jahren jedes Jahr mindestens einen Wahlkampf. Meistens zwei. Irgendwas bleibt dann eben auch an Erfahrung h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Take it or leave it.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umfragen-Ticker und pers\u00f6nliche Wahlprognose f\u00fcr Berlin. Wir stehen jetzt drei Wochen vor der Wahl in Berlin. Wie schon im Fr\u00fchjahr in Rheinland-Pfalz ist es daher Zeit f\u00fcr meine Prognose. Sie hie\u00df damals \u201eDer Trend hei\u00dft Dreyer\u201c. 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