{"id":1005,"date":"2015-02-10T12:14:14","date_gmt":"2015-02-10T10:14:14","guid":{"rendered":"http:\/\/frank-stauss.de\/?p=1005"},"modified":"2015-08-26T10:52:11","modified_gmt":"2015-08-26T08:52:11","slug":"so-viel-arbeit-meine-top-5-liste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frank-stauss.de\/index.php\/so-viel-arbeit-meine-top-5-liste\/","title":{"rendered":"So viel Arbeit &#8211; Meine Top-5-Liste"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Die SPD regiert. Und hat damit die Chance, die Zukunft zu gestalten. Hier w\u00e4ren ein paar Aufgaben, die vermutlich mehr Menschen ber\u00fchren als vieles, was die Headlines bestimmt.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Meine Top-Five Liste (von ungef\u00e4hr 287).<\/p>\n<p><strong>5. Vorsorgen \u2013 aber wie?<\/strong><\/p>\n<p>Wir erwarten von den Menschen, dass sie immer eigenst\u00e4ndiger vorsorgen \u2013 f\u00fcr das Alter, aber auch f\u00fcr die Gesundheit, etwa durch den Abschluss einer privaten Zusatzversicherung. Das macht ja alles auch Sinn \u2013 aber wenn Lebensversicherungen und andere risikofreie Anlagen angesichts mangelnder Zinsen nicht mehr liefern, was tun wir dann? F\u00f6rdern wir zum Beispiel den Erwerb von Ersteigentum? Helfen wir dadurch den Menschen auch, steigenden Mieten zu entkommen und gleichzeitig Sicherheit zu schaffen? Das ist nur eine Idee. Die Aufgabe lautet: Wie geben wir den Menschen mehr Sicherheit beim Aufbau eigener R\u00fccklagen?<\/p>\n<p><strong>4. Hilfe, ich werde 85<\/strong><\/p>\n<p>Demographischer Wandel bliblablub kommt allen aus den Ohren raus. Aber jetzt mal ohne ewige Schwarzmalerei: Wir werden alle \u00e4lter, aber wir werden nicht alle Alzheimer bekommen, bettl\u00e4gerig sein und zum Pflegefall werden.\u00a0Im Gegenteil. Viele von uns bleiben quietschfidel. Dann haben wir aber ein anderes Problem: Was zum Teufel soll man mit zwei Jahrzehnten ohne Arbeit anfangen? Damit, absolut nichts zu tun zu haben? Das h\u00e4lt man vielleicht f\u00fcnf Jahre aus. Aber selbst die, die sich eine Kreuzfahrt leisten k\u00f6nnen, haben\u00a0sp\u00e4testens\u00a0nach der vierten die Schnauze voll davon. Also was hei\u00dft das jetzt? Unterbesch\u00e4ftigte und unzufriedene alte M\u00e4nner landen irgendwann in der AfD oder in Dresden. Was setzen wir dagegen? L\u00e4ngere, flexiblere Arbeitszeiten? Mehr Wahlfreiheit? Und wie bekommen wir das hin, ohne Arbeitnehmerrechte zur\u00fcckzufahren?<\/p>\n<p><strong>3. Offensiver Pragmatismus in der Einwanderungspolitik<\/strong><\/p>\n<p>Die Bertelsmann Stiftung errechnet, dass im Jahr 2012 unterm Strich gut 22 Mrd. EURO netto\u00a0durch Menschen mit Einwanderer-Biographie\u00a0in die deutschen Sicherungssysteme flossen. Und die OECD k\u00fcrt uns gleich zum beliebtesten Einwanderungsland nach den USA (und wer will da schon hin?). Gleichzeitig bejammern wir die armen zuk\u00fcnftigen Generationen (denen es, by the way, besser geht als allen Generationen zuvor) \u00a0die sp\u00e4ter f\u00fcr viel zu viele Alte zahlen m\u00fcssen. Also her mit den jungen Einwanderern! Aber dann lasst uns das auch ordentlich organisieren. Im Augenblick kann nur problemlos nach Deutschland einwandern, wer ein Arbeitsplatzangebot nachweist, das ein Einkommen von mindestens 47.600\u00a0EURO\u00a0im Jahr garantiert. Oder 3.966 EUR brutto. Das ist nat\u00fcrlich viel zu viel \u2013 auch f\u00fcr manche Fachkr\u00e4fte. Zu viel ist es aber ganz besonders f\u00fcr die, die am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Und genau die brauchen wir, wenn wir schon selbst zu faul zum Fortpflanzen sind. Also: das macht alles keinen Sinn. Das kann weg.<\/p>\n<p><strong>2.\u00a0 Arbeitnehmerrechte &amp; Arbeitnehmerw\u00fcnsche im 21. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p>Wie organisiert man Arbeitnehmerrechte, wenn vieles nicht mehr so sein wird, wie es einmal war? Und wie nimmt man Arbeitnehmerw\u00fcnsche auf, die vielleicht quer zur bisherigen Vorstellung und Programmatik liegen? Ein Beispiel: Eltern, zwei Kinder. Der konservative Klassiker w\u00e4re: Mann arbeitet, Frau bleibt zu Hause oder arbeitet sp\u00e4ter in Teilzeit. Die sozialdemokratische Wunschvariante w\u00e4re: Beide arbeiten Vollzeit, die Kinder wandern von Ganztagskita in Ganztagsschule auf Ganztagsuni in Ganztagsstelle, bekommen Kindern und diese&#8230;.\u00a0 Empfindet irgendjemand den einen oder den anderen Entwurf als den ultimativen H\u00f6hepunkt der menschlichen Entwicklung?<\/p>\n<p><strong>1. Ruhezeiten.<\/strong><\/p>\n<p>Wir erleben dramatische Umbr\u00fcche nicht mehr nur als Zukunftsszenarien, sondern zu Hause und am Arbeitsplatz \u2013 jeden Tag: demographisch (die Kinder ziehen aus, Oma und Opa ziehen ein), digital (Dauererreichbarkeit und Dauerberieselung) und zeitlich (immer mehr technische Hilfsmittel, aber immer weniger Zeit). Wie sch\u00fctzen wir uns und andere vor dem ewigen Hamsterrad? Und ist \u201eHome-Office\u201c nur ein neues Wort f\u00fcr 24\/7 Arbeitgeberh\u00f6rigkeit und Selbstausbeutung?<\/p>\n<p>Wenn die Antworten auf diese Fragen vorliegen, k\u00f6nnen wir andere spannende Themen diskutieren. Wie zum Beispiel die Zukunft von Benjamin Bl\u00fcmchen, internationale Freihandelsabkommen oder was man macht, wenn die Kehrwoche in die Urlaubszeit f\u00e4llt.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag erscheint in der aktuellen Jubil\u00e4umsausgabe 1\/2015 des Debattenmagazins<\/em> BERLINER REPUBLIK.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SPD regiert. Und hat damit die Chance, die Zukunft zu gestalten. Hier w\u00e4ren ein paar Aufgaben, die vermutlich mehr Menschen ber\u00fchren als vieles, was die Headlines bestimmt. Meine Top-Five Liste (von ungef\u00e4hr 287). 5. Vorsorgen \u2013 aber wie? 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